AURA Lab Duisburg: DFKI eröffnet KI-Robotik-Zentrum für Raumfahrt
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 19:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Universität Duisburg-Essen und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz bauen ihre Kooperation weiter aus. Auf dem Campus Duisburg wurde das DFKI Projektbüro AURA Lab Duisburg-Essen eingerichtet.
Die Abkürzung AURA steht für Augmentative and User-centered Robotics & AI, also für unterstützende und nutzerzentrierte Robotik sowie Künstliche Intelligenz. Geleitet wird der neue Standort von Professorin Dr. Elsa Andrea Kirchner, die am DFKI in Bremen das Team Intelligent Healthcare Systems führt.
Die Zusammenarbeit zwischen der Universität Duisburg-Essen und dem Forschungszentrum besteht bereits seit 2021. Mit dem neuen Projektbüro soll die gemeinsame Forschung im Bereich der KI-Robotik vertieft werden.
Laut Universitätsrektorin Professorin Dr. Barbara Albert und DFKI-Geschäftsführer Professor Dr. Antonio Krüger zielt die Initiative darauf ab, insbesondere assistive und menschenzentrierte Robotiksysteme voranzutreiben. Das Anwendungsspektrum der Vorhaben reicht dabei von medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen bis hin zu Technologien für die Raumfahrt.
Exoskelette für Medizin und Schwerelosigkeit
Zu den zentralen Schwerpunkten des Labors gehört die Weiterentwicklung von Exoskeletten. Die Systeme sollen einerseits Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall in der Rehabilitation unterstützen, andererseits Raumfahrende auf die Bedingungen der Schwerelosigkeit vorbereiten.
Mit dem neuen Projektbüro auf dem Campus Duisburg wird die seit 2021 laufende Zusammenarbeit von Universität und DFKI in der KI-Robotik vertieft — von Exoskeletten für die Schlaganfall-Reha bis zur Vorbereitung auf Schwerelosigkeit. Wer als MedTech- oder Forschungsentscheider an assistiver Robotik arbeitet, findet in diesem kostenlosen Leitfaden die passenden Förderwege und Kooperationsmodelle. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
In diesem Kontext steht unter anderem das Forschungsprojekt MikroBeM. Das dort erprobte Exoskelett gleicht das individuelle Armgewicht aus und simuliert Mikrogravitation. Eine vierte Parabelflug-Kampagne zur Erprobung des Systems in der Schwerelosigkeit wurde im September 2026 abgeschlossen.
Ein weiteres Arbeitsfeld bildet das Projekt ExoAssist, das seit Juli 2026 läuft. Ziel dieser Initiative ist die Entwicklung eines Ganzkörper-Exoskeletts.
Exoskelette für Rehabilitation und Ganzkörper-Systeme zur Fernsteuerung entfernter Roboter sind derzeit vor allem Forschungsvorhaben — der Weg in ein marktreifes Medizinprodukt bleibt für viele Teams unklar. Dieser Leitfaden ordnet ein, welche Zulassungsschritte und Transfermodelle für Exoskelett-Projekte realistisch sind. Praxisleitfaden Exoskelett-Transfer sichern
Mit der Technologie sollen Astronautinnen und Astronauten in die Lage versetzt werden, weiter entfernte Roboter im Erdorbit oder auf dem Mond präzise durch die eigenen Körperbewegungen aus der Ferne zu steuern. Durch das neue Büro in Duisburg werden diese Projekte künftig vor Ort weitergeführt und mit den regionalen Forschungsteams verzahnt.
