Atmung: Langsames Ausatmen macht mutiger und risikobereiter
21.06.2026 - 21:32:13 | boerse-global.de
Das zeigt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) und der Berliner Charité. 41 Probanden nahmen an der Untersuchung teil.
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Wie die Atmung das Gehirn verändert
Die Forscher ließen die Teilnehmer bewusst langsam und lange ausatmen. Ergebnis: Die Probanden trafen riskantere Entscheidungen. Der Grund liegt in der Physiologie – die verlangsamte Atmung senkt die Pulsfrequenz.
Auf neurologischer Ebene zeigte sich eine erhöhte Aktivität im ventro-medialen präfrontalen Kortex und im Precuneus. Soyoung Q Park vom DIfE erklärt: Diese Veränderungen steigern die Empfänglichkeit für Belohnungsreize. Mögliches Anwendungsfeld: die Beeinflussung von Ernährungsentscheidungen.
Seufzen als physiologischer Neustart
Nicht nur bewusste Atemtechniken wirken auf den Körper. Auch automatische Reflexe wie das Seufzen spielen eine zentrale Rolle. Der tiefe Atemzug versorgt kollabierte Lungenbläschen wieder mit Sauerstoff.
In der Verhaltensforschung gilt Seufzen als Signal für Erleichterung oder Entspannung. Ratten seufzen bei ausbleibenden negativen Reizen, Hunde beim Übergang zwischen Aktivitätsphasen. Gemeinsam ist allen: Das Seufzen beruhigt – emotional und körperlich.
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Kühlen durch die richtige Atmung
Am Internationalen Yoga-Tag am 20. Juni standen auch praktische Atemtechniken im Fokus. Eine kühlende Methode: Luft über die gerollte Zunge einatmen, durch die Nase ausatmen. Das hilft, die Körpertemperatur bei Hitze zu regulieren.
Natur als Booster fürs Gehirn
Parallel zur Atemforschung zeigen Studien der University of Utah: Auch ein Waldspaziergang verändert die Gehirneffizienz. Nach einem Aufenthalt in der Natur zeigten EEG-Messungen eine geringere Grundaktivität – bei anschließenden Konzentrationstests aber stärkere Aktivitätsspitzen.
Bereits eine Studie aus dem Jahr 2008 wies eine Leistungssteigerung von 20 Prozent bei kognitiven Tests nach einem Park-Spaziergang nach. Die „Attention Restoration Theory“ erklärt das Phänomen: Äußere Einflüsse und gezielte Pausen stellen die neuronale Kapazität für komplexe Aufgaben wieder her.
