Atlas-Roboter, Hyundai

Atlas-Roboter: Hyundai und Nvidia planen 30.000 Einheiten ab 2028

09.06.2026 - 07:02:48 | boerse-global.de

Nvidia und Hyundai vertiefen ihre Allianz für humanoide Roboter und KI. Der Atlas-Roboter von Boston Dynamics soll ab 2028 in Serie produziert werden.

Nvidia-CEO Huang kündigt Ausbau der Roboter-Partnerschaft mit Hyundai an
Atlas-Roboter - A sophisticated Atlas humanoid robot stands in a futuristic factory, symbolizing advanced AI and robotics industrialization. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Beim Besuch in Seoul kündigte der Nvidia-CEO eine massive Ausweitung der Partnerschaft mit Hyundai Motor Group an – mit Fokus auf menschenähnliche Roboter und Künstliche Intelligenz.

Nvidia-Chef Jensen Huang hat Hyundai Motor Group als führenden Player der globalen Robotik-Branche bezeichnet. Bei einem Treffen mit Hyundai-Verwaltungsratschef Euisun Chung am Montag in Seoul signalisierte der Chip-Gigant eine deutliche Vertiefung der strategischen Allianz. Im Zentrum steht die Industrialisierung von „Physical AI" – also KI, die in der realen Welt agiert – und die Massenproduktion humanoider Roboter.

Atlas-Roboter soll ab 2026 in Fabriken arbeiten

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Die erweiterte Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Entwicklung des humanoiden Roboters Atlas von Boston Dynamics, einer Hyundai-Tochter. Huang zufolge steht das System kurz vor der Serienreife. Der Fahrplan sieht erste Fabrik-Einsätze noch im Laufe dieses Jahres vor. Das langfristige Ziel: Ab 2028 sollen jährlich 30.000 Atlas-Einheiten im Hyundai-Metaplant im US-Bundesstaat Georgia vom Band laufen.

Die humanoiden Systeme sollen Nvidias Spezialplattformen Isaac GR00T und Jetson Thor nutzen, um komplexe physische KI-Aufgaben zu bewältigen. Hyundai testet die Technologie bereits am eigenen Hauptsitz. Für die enormen Rechenanforderungen planen die Partner eine „KI-Fabrik" mit 50.000 GPUs auf Basis von Nvidias Blackwell-Architektur – begleitet von Investitionen in Höhe von rund drei Milliarden Euro in KI-Technologiezentren.

Saemangeum: Das „KI-Tal" in Südkorea

Ein zentraler Punkt der Gespräche war das Saemangeum-Projekt in Südkorea. Chung lud Nvidia ein, sich an der 9 Billionen Won schweren Initiative (umgerechnet rund 5,9 Milliarden Euro) zu beteiligen. Das Vorhaben sieht ein umfassendes „KI-Tal" vor: mit einem KI-Rechenzentrum, einem Robotik-Produktionscluster und Wasserstoff-Industrieanlagen.

Darüber hinaus plant Hyundai eigenen Angaben zufolge ein 26 Milliarden Euro schweres Investment in eine spezielle Roboterfabrik in den USA. Die Anlage soll die Fertigungskapazitäten des Konzerns massiv ausbauen, während er auf autonome Produktionsumgebungen umstellt.

Südkorea als Drehscheibe der KI-Industrie

Huangs viertägiger Besuch in Seoul diente auch dazu, Nvidias Lieferkette und Service-Netzwerk in Südkorea zu festigen. Neben der Hyundai-Partnerschaft, die bis 2015 zurückreicht, stimmt sich Nvidia mit SK Hynix ab, um die Produktion von High Bandwidth Memory (HBM) für KI-Prozessoren hochzufahren.

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Weitere Entwicklungen in der Region:

  • SK Telecom plant den Start eines KI-Cloud-Dienstes ab 2027.
  • Naver baut eine KI-Infrastruktur mit zunächst 55 Megawatt Leistung auf, langfristig ist die Gigawatt-Klasse angepeilt.
  • LG und Doosan arbeiten weiter an autonomer Fertigung und spezialisierter Robotik.

Die Ankündigungen ließen die Kurse steigen: Hyundai-Aktien legten fast sieben Prozent zu, Nvidia-Papiere stiegen um mehr als sechs Prozent. Analysten sehen in Huangs Visite ein klares Signal: Südkorea wird zum entscheidenden Knotenpunkt – als Lieferant von Speicherchips und als Großkunde für KI-Prozessoren zugleich.

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