ASUS ROG NUC 16: Nur 3 Liter, RTX 5090 und 175 Watt TDP
05.06.2026 - 07:28:10 | boerse-global.de
Hersteller wie ASUS, AMD und Nvidia zeigten, wohin die Reise geht: leistungsstarke Mini-PCs, rekordverdächtige Grafikkarten und Netzteile, die ganze Haushalte versorgen könnten.
Mini-PCs im Hochleistungsformat
ASUS sorgte mit dem ROG NUC 16 Edition 20 für Aufsehen. Der nur drei Liter kleine Würfel beherbergt erstmals eine mobile RTX 5090 mit 175 Watt TDP – gepaart mit Intels Ultra 9 290HX PLUS Prozessor. Das System lässt sich werkzeuglos aufrüsten und unterstützt bis zu 128 Gigabyte DDR5-6400 Arbeitsspeicher. Raytracing und DLSS sind natürlich mit an Bord.
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Auch GIGABYTE legte nach: Der AORUS MASTER 16 kombiniert AMDs Ryzen 9 9955HX3D mit einer RTX 5090 in einem nur 19 Millimeter flachen Gehäuse. Ein 230-Watt-Kühlsystem sorgt dafür, dass die Komponenten nicht überhitzen. Besonders spannend: Die neue GiMATE Creator Software soll lokale KI-Bildgenerierung um bis zu 180 Prozent beschleunigen.
Nvidias Einstieg in den KI-Chip-Markt
Mit dem RTX Spark (N1X) präsentierte Nvidia einen Prozessor, der speziell für KI-Anwendungen entwickelt wurde. Der Chip vereint 20 Arm-CPU-Kerne mit einer Blackwell-basierten GPU, die 6.144 CUDA-Kerne bereitstellt. Dazu kommen 128 Gigabyte LPDDR5X-Speicher. Die Plattform ist auf Microsofts Project Solara ausgelegt – eine initiative für KI-gestützte Geräte, an der mehrere Chip-Hersteller beteiligt sind.
AMD setzt auf Speicher-Effizienz
AMD kündigte mit EXPO Ultra Low Latency (EXPO-ULL) eine Technologie an, die DDR5-Latenzen um fünf bis sieben Nanosekunden senken soll. In Tests mit einem Ryzen 7 9700X zeigte sich: Die durchschnittlichen Bildraten stiegen um 13 Prozent, die 1-Prozent-Minima sogar um 15 Prozent. Zertifizierte Kits von G.Skill und Kingston sollen noch im Juni 2026 erscheinen.
Doch AMD vergisst auch die Bestandsnutzer nicht: Am 25. Juni erscheint eine 10th Anniversary Edition des Ryzen 7 5800X3D. Der Prozessor nutzt weiterhin den AM4-Sockel und DDR4-RAM – eine Geste an alle, die den teuren Umstieg auf AM5 und DDR5 scheuen.
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Preise purzeln – zumindest bei Komplettsystemen
HP sorgte mit einem massiven Rabatt auf den Omen 35L für Aufsehen. Der Gaming-Desktop mit Ryzen 9 9900X3D und RTX 5080 kostet statt 5.500 Euro nun rund 2.700 Euro. Ein Angebot, das zeigt: Der Preiskampf im High-End-Segment ist eröffnet.
Kühlung und Stromversorgung: Neue Dimensionen
Die steigenden Leistungsanforderungen erfordern neue Lösungen. Enermax zeigte mit der PFA eine pumplose All-in-One-Wasserkühlung. Das Spezialkühlmittel verdampft bereits bei 49 Grad Celsius – eine 360-Millimeter-Version soll bis zu 900 Watt TDP abführen können. Passend dazu präsentierte Enermax ein 3.200-Watt-Netzteil mit vier 600-Watt-GPU-Anschlüssen.
Cooler Master konterte mit einem Prototypen für 2.000-Watt-Lasten, der vier 180-Millimeter-Lüfter nutzt. Das neue Gehäuse HAF II 500 kommt mit 220-Millimeter- und 40-Millimeter-dicken „Mighty40"-Lüftern und soll ab Juli für rund 180 bis 210 Euro erhältlich sein.
Noctua betritt Neuland
Der österreichische Kühlungsspezialist Noctua wagte sich mit der NL-LC1 erstmals auf den Markt der All-in-One-Wasserkühlungen. Die Serie basiert auf Asetek-Technologie und Noctuas eigenen Lüftern. Der Einstiegspreis liegt bei rund 250 Euro für die 240-Millimeter-Version.
Gemeinsam mit Seasonic präsentierte Noctua zudem das PRIME TX Noctua Edition-Netzteil. Die Titanium-effizienten Einheiten gibt es in 1.600-Watt- und 1.300-Watt-Varianten – Marktstart soll im zweiten Quartal 2027 sein.
Mainboards und Gehäuse für die nächste Generation
ASRock feiert das zehnjährige Jubiläum der Taichi-Serie mit neuen Konzepten für AMD und Intel. Das X870E-Modell bietet eine 24+2+1-Phasen-Spannungsversorgung und 10-GbE-LAN, während die Z890-Version für Intels LGA1851-Sockel auf 20 Phasen setzt.
Corsair präsentierte mit dem WARTHOG einen Mid-Tower, der an den legendären Vengeance C70 anknüpft und 360-Millimeter-Radiatoren unterstützt. HYTE bringt mit der Y50 für 99 Euro ein Gehäuse mit Panorama-Glas und Unterstützung für Back-Connect-Mainboards.
Und wer seinen PC ohnehin ständig im Blick hat: Corsair zeigte einen AIO-Kühler mit einem fünf Zoll großen IPS-Display, das sich als zusätzlicher Monitor unter Windows nutzen lässt.
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