ASUS AI-Factory-Plattform: Neue Infrastruktur mit NVIDIA und AMD
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 02:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Auf der Fachkonferenz ASUS AI Tech 2026 in Seoul hat das Unternehmen am 7. September 2026 die Einführung einer integrierten AI-Factory-Plattform bekannt gegeben. Mit diesem Schritt zielt der Hardwarehersteller darauf ab, eine umfassende Infrastruktur für Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) zu etablieren.
Flankiert wird die Ankündigung durch weitreichende Partnerschaften mit Branchengrößen wie NVIDIA, AMD und Intel sowie weiteren Unternehmen wie IBM, Samsung, Schneider Electric, Western Digital (WD), Aleria, Crusoe und Foxlink.
Hochleistungs-Infrastruktur für Rechenzentren und Unternehmen
Im Rahmen des globalen AI Tech Summits in Seoul stellte ASUS am 7. September 2026 eine Reihe neuer Hardware-Lösungen für den professionellen Einsatz vor. Ein zentrales Element bildet der AI POD XA VR721-E3, der auf der NVIDIA Vera Rubin NVL72-Architektur basiert. Nach Angaben des Unternehmens biete dieses System eine zehnfache Leistung pro Watt im Vergleich zu vorherigen Generationen.
Zusätzlich umfasst das Portfolio das System XA NR1I-E12LR/L (HGX Rubin NVL8) sowie den XA P2N-E2, der auf der MGX-Architektur basiert und zwei Vera-CPUs nutzt.
Für den Einsatz von Grafikbeschleunigern im Workstation-Bereich wurden zudem das Modell ESC8000-E12P mit Unterstützung für RTX PRO 6000 und 4500 sowie das STX-System UF920-E3-RS24 präsentiert. Für Edge-Computing-Anwendungen stellte ASUS den PE3000N vor, der mit dem Jetson Thor T5000 ausgestattet ist.
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Neue Workstations und Notebooks der ProArt-Serie
Bereits am 6. September 2026 präsentierte das Unternehmen auf der IFA in Berlin Erweiterungen seiner ProArt-Produktlinie. Diese basieren auf der NVIDIA RTX-Spark-Plattform, die eine Grace-CPU mit bis zu 20 Kernen und eine Blackwell-GPU mit 6.144 Kernen kombiniert. Die Systeme erreichen laut Herstellerangaben eine Leistung von einem Petaflop bei FP4-Berechnungen und verfügen über bis zu 128 GB LPDDR5X-Speicher (Unified Memory).
Zu den neuen Modellen gehören das 16-Zoll-Notebook ProArt P16 mit einem 4K-OLED-Display (120 Hz) und einem Gewicht von 1,77 Kilogramm sowie das 14-Zoll-Modell ProArt P14 mit einem 3K-OLED-Panel.
Beide Geräte sind für anspruchsvolle KI-Workloads konzipiert und unterstützen lokale Large Language Models (LLMs) mit bis zu 120 Milliarden Parametern. Zudem seien die Geräte in der Lage, 3D-Szenen mit einer Größe von über 90 GB sowie 4K-KI-Videomaterial zu verarbeiten.
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Ergänzt wird das Portfolio durch den kompakten Mini-PC ProArt GR1X, der Abmessungen von 150 mal 150 mal 51 Millimetern aufweist. Trotz des geringen Volumens sei das Gerät für eine Dauerlast von 140 Watt ausgelegt und verfüge über 10-Gigabit-Ethernet sowie Wi-Fi 7. Informationen zu Preisen und zur genauen Marktverfügbarkeit der neuen Hardware-Modelle liegen derzeit noch nicht vor.
Strategische Kooperationen und Software-Incentives
Neben der Hardware-Vorstellung gab ASUS im Rahmen der IFA 2026 eine Zusammenarbeit mit Qualcomm bekannt. Gemeinsam haben die Partner einen spezialisierten KI-Agenten für den pharmazeutischen Bereich entwickelt, der bereits in über 50 Apotheken in Süd-Taiwan eingesetzt wird. Das System läuft lokal auf Prozessoren vom Typ Snapdragon X2 Elite sowie Cloud AI 100 Ultra.
Für Endverbraucher kündigte das Unternehmen zudem eine Kooperation mit Google an. Käufer ausgewählter Laptops der Marken ASUS und ROG (Modelljahre 2025 bis 2027) erhalten ab dem 7. September 2026 einen kostenlosen dreimonatigen Zugang zu Google AI Pro mit 5 TB Cloud-Speicher oder Google AI Plus mit 400 GB Speicher. Die Einlösung erfolgt über die hauseigene MyASUS-App.
