Astribot T1: Humanoider Roboter startet in den USA ab 18.000 Dollar
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 12:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das in Shenzhen ansässige Robotikunternehmen Astribot hat seinen humanoiden Roboter T1 erstmals in Nordamerika präsentiert. Die Vorstellung fand am 27. September 2026 im Rahmen der Fachkonferenz IROS 2026 im David L. Lawrence Convention Center in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania statt.
Der humanoide Roboter richtet sich an Entwickler sowie den industriellen und häuslichen Einsatz und soll in den Vereinigten Staaten zu einem Einstiegspreis ab 18.000 US-Dollar sofort lieferbar sein.
Technische Spezifikationen und Modellarchitektur des T1
Der T1 weist eine Körpergröße von rund 1,55 Metern sowie ein Gewicht von circa 66 Kilogramm auf. Ohne Endeffektoren verfügt das System über 23 Freiheitsgrade und bietet pro Arm eine Nutzlast von bis zu fünf Kilogramm. Bei der Konstruktion setzt Astribot auf eine kabelgetriebene Architektur und integriert Funktionen für automatisches Laden sowie einen schnellen Batteriewechsel.
Das Unternehmen verfolgt nach eigenen Angaben den Entwicklungsansatz, Hardware, Betriebssystem und künstliche Intelligenz als geschlossene Einheit zu konzipieren. Die hauseigene Lumo-Modellfamilie, darunter Lumo-1 und Lumo-2, dient der Verknüpfung von Schlussfolgerung und Handlung sowie der Modellierung latenter Handlungsabläufe in der realen Welt.
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Während der Fachkonferenz demonstrierte das Basismodell Lumo-2 unter anderem das autonome Einpacken von Gegenständen, einschließlich verformbarer Objekte, in einen Rucksack. Eine Erfolgsquote für diesen spezifischen Testlauf gab der Hersteller nicht an.
Ein autonomes Lernen in Echtzeit unterstützt der Roboter derzeit nicht. Softwareanpassungen und Modellverbesserungen erfolgen entweder drahtlos über die Luftschnittstelle oder direkt vor Ort.
Für die Programmierung stellt das Unternehmen Zugänge über Programmierschnittstellen bereit, die Befehle für die Gelenksteuerung, kartesische Bewegungsabläufe, Ganzkörperkoordination sowie Sensorrohdaten abdecken.
Auf einem vorangegangenen Firmen-Hackathon, der am 21. September 2026 in Peking endete, hatten 15 Teams innerhalb von 36 Stunden über ohne Anwendungen auf der T1-Plattform realisiert. Künftig soll das Betriebssystem für komplexere Haushaltsaufgaben erweitert werden, sofern entsprechende Trainingsdaten vorliegen.
Fachmesse zeigt Vielfalt an adaptiver Robotik und Greiftechnik
Neben der Premiere von Astribot zeigten weitere Branchenvertreter auf der Konferenz bis zum 1. Oktober 2026 Neuentwicklungen. Flexiv präsentierte kraftgesteuerte adaptive Systeme, darunter eine Demonstration zur Teleoperation mit zwei Rizon-4-Armen, bei der geringe Latenzzeiten und Kontaktkraftgrenzen im Fokus standen.
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Zudem zeigte das Unternehmen den Manipulator Enlight mit Berührungssensitivität über die gesamte Struktur, 720-Grad-Rotation auf vier Achsen sowie mehrdimensionalen Kraftsensoren in allen sieben Gelenken.
Für den Einsatz in Rechenzentren demonstrierte Flexiv die GPU-Installation in Servern durch den Roboter MICO, der von einer Basis- bis zu einer Ultra-Konfiguration mit mobilen Robotern skalierbar ist, sowie den zweiarmigen Mobilroboter AICO-2.
Im Bereich der Greifsysteme debütierte am Stand von DH-Robotics die Roboterhand ADH-5-13. Das 735 Gramm schwere Fünffingersystem bietet 13 unabhängig steuerbare Freiheitsgrade, erreicht eine Positionierwiederholgenauigkeit an den Fingerspitzen von plus/minus 0,2 Millimetern und hebt nach dem Zupacken Lasten von bis zu 20 Kilogramm.
Der Hersteller beziffert die Steigerung der Wartungseffizienz durch die Bauweise auf 300 Prozent. Ergänzend zeigte der Hersteller die Dreifingerhand UDH-3-7 mit sieben Freiheitsgraden, 15 Kilogramm Nutzlast und einer Wiederholgenauigkeit von plus/minus 0,02 Millimetern.
Sharpa führte mit dem Modell D01 einen taktilen Roboter mit 7-Freiheitsgrade-Armen, berührungsempfindlicher Kunsthaut und einer Endeffektorgeschwindigkeit von über 10,5 Metern pro Sekunde vor.
Das Unternehmen zeigte zudem die Hand W02 mit 21 Freiheitsgraden und einem Eigengewicht unter 750 Gramm sowie den Exoskelett-Datenhandschuh AE01 mit 22 Encodern für taktiles Feedback ohne Kalibrierungsaufwand. Die Systeme unterstreichen den Trend zu feinfühligeren Sensorschnittstellen und flexiblen Einsatzszenarien moderner Robotik.
