Assistive, Roboter

Assistive Roboter: 76 Prozent der Schüler kehren in Unterricht zurück

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Telepräsenz- und KI-Roboter helfen in Großbritannien, Südkorea, Frankreich und den USA bei Teilhabe, Betreuung und Pflegequalität.

Sozialroboter: Neue Lösungen für Schule und Seniorenpflege
Ein heller, moderner Klassenraum mit leeren Schreibtischen und einfallendem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

In Kommunen und Pflegeeinrichtungen weltweit gewinnt der Einsatz sozialer und assistiver Roboter zunehmend an Bedeutung. Aktuelle Entwicklungen und Projekte zeigen, dass diese Technologien verstärkt eingesetzt werden, um Schülern mit psychischen Belastungen die Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen und die Effizienz sowie die Lebensqualität in der Altenpflege zu steigern.

Telepräsenz-Roboter unterstützen Schüler in Großbritannien

Britische Kommunen setzen verstärkt auf den Einsatz sogenannter AV1-Roboter, um Kinder zu unterstützen, die aufgrund von emotional bedingter Schulvermeidung (EBSA) dem Unterricht fernbleiben. Landesweit befinden sich bereits über 2.000 dieser Einheiten im Einsatz, wobei ein einzelnes Gerät preislich bei 3.500 britischen Pfund liegt.

Laut Berichten nutzen mindestens 80 Behörden in Großbritannien diese Technologie seit einem Auftrag des Bildungsministeriums (DfE) aus dem Jahr 2019. Zu den aktiven Regionen gehören unter anderem Devon mit 16 Robotern sowie Somerset, Dorset, Haringey und Islington.

Ein Beispiel für den intensiven Einsatz ist die Moulsham High School in Chelmsford, die über 20 AV1-Roboter verfügt. Morten Jorgensen, Chef des Herstellers No Isolation, gab an, dass im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 rund 76 Prozent der AV1-Nutzer in den regulären Unterricht zurückgekehrt seien.

Die Roboter fungieren dabei als Stellvertreter im Klassenzimmer und ermöglichen den Schülern eine digitale Teilnahme am sozialen und akademischen Leben.

Robotik und KI in der Seniorenbetreuung in Südkorea

In Südkorea wurden im August 2026 neue Initiativen zur Unterstützung alleinlebender Senioren gestartet. In der Provinz Jeonnam begann ein Projekt zur Etablierung eines KI-gestützten Gesundheitssystems, bei dem KI-Hunderoboter in 100 isolierten Haushalten zum Einsatz kommen.

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Diese Roboter führen Gespräche, erinnern an die Einnahme von Medikamenten sowie Mahlzeiten und können im Notfall eine Verbindung zum Rettungsdienst unter der Nummer 119 herstellen.

Angehörige haben zudem die Möglichkeit, den Status der Senioren über eine App zu überwachen. Partner dieses Vorhabens sind neben der Provinz Jeonnam das Jeonnam Social Service Institute, der Hersteller Hyodol sowie die Wohnungsverwaltung von Mokpo.

Parallel dazu bietet das Unternehmen SKT in Zusammenarbeit mit LH und Happy Eco Phone den Dienst „Happy Community AI Care“ für 500 Haushalte in den Seouler Bezirken Gangbuk/Bundong und Nowon/Junggye an.

Das Angebot richtet sich an alleinlebende Senioren und Menschen mit Behinderungen. Zu den Funktionen gehören Programme zur Demenzprävention, wie etwa ein in Kooperation mit der Seoul National University entwickeltes Quiz-Format mit zwölf verschiedenen Aufgabentypen.

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Eine Umfrage unter 709 Nutzern, die im Zeitraum von April bis Juli 2026 durchgeführt wurde, ergab laut SKT höhere Werte beim persönlichen Glücksempfinden sowie eine Abnahme von Einsamkeit und Depressionen. LH stellt für die Betreuung dieser Haushalte zudem 40 Pflegemanager bereit.

Innovative Pflegeansätze in Frankreich und den USA

Auch in Europa werden neue Technologien zur kognitiven Stimulation erprobt. Im französischen Ehpad de la Septfontoise (Tarn-et-Garonne) wird die Künstliche Intelligenz „Livana“ seit mehreren Wochen in einer geschützten Einheit getestet. Bisher nutzen sieben von insgesamt 29 Alzheimer-Patienten das System.

Nach Angaben der Organisation France-Alzheimer sind in Frankreich etwa 1,4 Millionen Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Ergänzend dazu untersuchen Forscher im Broca Living Lab (AP-HP) den Einsatz humanoider und animaloider Roboter wie „Miroki“ und „Paro“ zur Förderung kognitiver Fähigkeiten.

In den USA konnten das Unternehmen Helpany und die United Zion Retirement Community Erfolge bei den 16. McKnight's Excellence in Technology Awards 2026 verbuchen. Sie gewannen Gold in der Kategorie Sturzprävention, Silber für den kreativen Einsatz von KI und Bronze für die allgemeine Qualität.

Die von Helpany eingesetzte KI identifizierte laut Unternehmensangaben bei jedem dritten Pflegeplan einen Bedarf für Anpassungen, was die Bedeutung datengestützter Systeme zur Optimierung von Pflegestandards unterstreicht.

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