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Assistive Access: Alte iPhones werden mit iOS 17 zu Kinder-Handys

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 12:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple erweitert iOS 17 um Assistive Access für kindersichere Geräte. Zudem schließen neue Updates zahlreiche Sicherheitslücken auf älteren und aktuellen iPhones.

Apple iOS 17: Assistive Access verwandelt alte iPhones in sichere Kinderphones
Ein Kind hält ein Smartphone in den Händen, während es an einem Holztisch sitzt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Technologiekonzern Apple hat mit der Funktion Assistive Access unter iOS 17 eine Möglichkeit geschaffen, ältere iPhone-Modelle in kontrollierte Mobiltelefone für Kinder umzufunktionieren. Berichten vom 19. und 20. August 2026 zufolge erlaubt dieser Modus eine weitreichende Einschränkung des Funktionsumfangs, um eine sicherere Nutzungsumgebung für jüngere Anwender zu gewährleisten.

Funktionsweise und Einschränkungen für die kindgerechte Nutzung

Die Einrichtung von Assistive Access erfolgt über das Menü für Bedienungshilfen in den Systemeinstellungen. Eltern können hierbei festlegen, welche Anwendungen auf dem Gerät zur Verfügung stehen sollen.

Das System ermöglicht unter anderem die Blockierung von Webbrowsern und sieht einen separaten Passcode vor, um unbefugte Änderungen an den Einstellungen zu verhindern. Trotz der restriktiven Umgebung bleiben Kernfunktionen wie Anrufe, Nachrichten, Karten sowie die Standortsuche über den Dienst „Wo ist?“ erhalten.

In Praxistests, die unter anderem mit einem iPhone 13 und einer Auswahl von sechs Apps durchgeführt wurden, zeigten sich jedoch auch Limitierungen des Konzepts. So wurde die Bedienung der Benutzeroberfläche in diesem Modus als vergleichsweise träge beschrieben. Zudem fehlen innerhalb von Assistive Access spezifische Optionen für Bildschirmzeit-Begrenzungen, wie sie im regulären Betriebssystem vorhanden sind.

Sicherheitsupdates für ältere Hardware und aktuelle Betriebssysteme

Parallel zu den Anwendungsmöglichkeiten für ältere Geräte hat Apple eine Reihe kritischer Sicherheitsaktualisierungen veröffentlicht. Am 19. August 2026 erschien iOS 15.8.4 für das iPhone 6s und neuere Modelle.

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Dieses Update schließt eine als CVE-2024-27804 identifizierte Zero-Click-Schwachstelle in der Komponente CoreTelephony, die unter Umständen eine vollständige Kompromittierung des Geräts ermöglichte. Neben den Sicherheitskorrekturen enthält diese Version Leistungsverbesserungen für die Dienste CarPlay, Nachrichten und Mail.

Bereits am 17. August 2026 stellte das Unternehmen iOS 18.7.10 sowie iPadOS 18.7.10 bereit. Diese Updates richten sich an Nutzer des iPhone XS, XS Max, XR sowie des iPads der siebten Generation. Die Aktualisierung mit der Build-Nummer 22H374 behebt insgesamt 129 Sicherheitslücken, darunter 122 verzeichnete CVE-Kennungen.

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Mehr als 40 dieser Schwachstellen betrafen die Browser-Engine WebKit. Laut Unternehmensangaben liegen derzeit keine Hinweise darauf vor, dass diese Lücken bereits aktiv für Angriffe ausgenutzt wurden.

Umfangreiche Patches für WebKit und Kernel-Schwachstellen

Für neuere Hardware ab dem iPhone 11 wurde am 17. und 18. August 2026 das Update auf iOS 26.6.1 ausgerollt. Diese Version konzentriert sich ausschließlich auf Systemstabilität und Sicherheit und führt keine neuen Funktionen ein. Sie enthält 29 Sicherheitskorrekturen, die primär Probleme im Kernel-Speicher sowie in WebKit adressieren. Unter anderem wurden Fehler bei der IPSec-Authentifizierung in der Telephony-Komponente sowie Schwachstellen in ImageIO behoben.

Zeitgleich mit iOS 26.6.1 wurden auch iPadOS 26.6.1, visionOS 26.6.1 sowie macOS Tahoe 26.6.2 veröffentlicht. Letzteres schließt die Schwachstelle CVE-2026-65400, für die bereits Berichte über eine aktive Ausnutzung vorlagen.

Experten raten Nutzern zur zeitnahen Installation dieser Updates, insbesondere vor einem Wechsel auf iOS 27. Vor der Durchführung der Aktualisierung wird empfohlen, eine Datensicherung vorzunehmen sowie den verfügbaren Speicherplatz und den Batteriestand der Geräte zu prüfen.

Während für die meisten Anwender keine Kompatibilitätsprobleme erwartet werden, könnten bei sehr alten iPhone-Modellen geringfügige Änderungen in der Systemleistung auftreten.

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