ASML-Kooperation: Fünf Chip-Giganten entwickeln KI-Lithografie bis 2033
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 03:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der niederländische Lithografie-Ausrüster ASML plant laut einem Reuters-Bericht die Zusammenarbeit mit TSMC, Nvidia, Intel, Samsung und SK Hynix, um seine nächste Generation der High-NA-EUV-Lithografie an die Anforderungen größerer KI-Chips anzupassen. Über die Kooperation berichtete unter anderem das Portal biztoc.com am 20. September 2026.
Zeitplan bis zur Volumenproduktion
Ziel der gemeinsamen Entwicklung ist eine Pilotlinie im Jahr 2031 sowie die Volumenproduktion ab 2033. ASML-Technikchef Marco Pieters bezifferte den erwarteten Produktivitätsgewinn der neuen Technologie auf rund 40 Prozent, wie insidermonkey.com berichtete. Auch für 12-Zoll-Photomasken ist demnach eine Pilotlinie für 2031 sowie die Systemreife für 2033 vorgesehen, wie startupfortune.com meldete.
Die beteiligten Chiphersteller verfolgen dabei unterschiedliche eigene Zeitpläne für den Einsatz der aktuellen High-NA-EUV-Generation: TSMC plant den Einsatz in der Hochvolumenfertigung ab 2030, während Samsung die Technologie bereits ab 2028 in der DRAM-Hochvolumenfertigung einsetzen will.
Kunden verpflichten sich zu Milliarden-Investitionen
Laut startupfortune.com haben sich TSMC und Samsung zum Kauf von ASMLs High-NA-EUV-Maschinen zu einem Stückpreis von rund 400 Millionen US-Dollar verpflichtet. Intel zählt bereits zu den Kunden der Technologie. Intel Foundry hat demnach mit ASML-Systemen mehr als 1 Million High-NA-EUV-Wafer verarbeitet – im Rahmen von Zertifizierung, Forschung und Produktion, unter anderem auf einem Layer der Panther-Lake-Chips.
Wie dailysynapse.com berichtete, nutzt Intel Foundry die High-NA-EUV-Technologie im 18A-Prozess bereits für eine Teilmenge der Intel Core Ultra Series 3 (Panther Lake). Dies gilt als Produktionsmeilenstein für die Technologie, mit dem Ziel einer breiteren Adoption und vollen Nutzung.
Die geplante Allianz zwischen ASML und fünf Chip-Giganten verschiebt die Roadmap der KI-Halbleiterfertigung: Pilotlinie 2031, Volumenproduktion 2033. Wer die Lieferketten- und Investitionslogik dahinter einordnen will, findet in dieser kostenlosen Analyse die relevanten Kennzahlen und Termine. Kostenlose ASML-High-NA-Analyse anfordern
Nachfrage übersteigt Kapazitäten
Die Nachfrage nach ASMLs Lithografiesystemen scheint die Kapazitäten bereits jetzt zu übersteigen. Laut einem Reuters-Bericht sind ASMLs EUV-Maschinen zum Preis von 200 Millionen US-Dollar bis 2027 fast ausverkauft. ASML-Finanzchef Roger Dassen erklärte, der KI-Boom verändere die Gespräche über Kapazitäten grundlegend, wie startupfortune.com berichtete.
Zu den technischen Fortschritten gehört auch eine gestiegene Verfügbarkeit der High-NA-Systeme: Diese lag im vierten Quartal bei 90 Prozent, nach 84 Prozent im Juli. Zehn Systeme sind demnach bereits bei vier Kunden im Einsatz, drei weitere befinden sich in Lieferung oder Installation.
Finanzmarkt reagiert positiv
Die ASML-Aktie stieg am 8. September 2026 um 3 Prozent. Die Bank UBS empfiehlt die Aktie mit einem Kursziel von 2.350 Euro zum Kauf. Auch institutionelle Anleger zeigen wachsendes Interesse: Laut insidermonkey.com hielten im zweiten Quartal 2026 140 Hedgefonds Positionen an ASML, nach 133 im ersten Quartal, mit einem Volumen von 21,77 Milliarden US-Dollar gegenüber 16,38 Milliarden US-Dollar im Vorquartal. TSMC wurde von 249 Fonds gehalten, nach 234 im Vorquartal.
ASMLs EUV-Maschinen zu 200 Millionen US-Dollar sind bis 2027 nahezu ausverkauft — die High-NA-Nachfrage trifft auf begrenzte Fertigungskapazitäten. Diese Analyse bewertet, welche Investitionsrisiken und Abschreibungszyklen sich daraus für Anleger ergeben. Analyse der Kapazitäts- und Investitionsrisiken sichern
Der Umsatz im Bereich Installed Base Management stieg laut simplywall.st um 31,8 Prozent. Neben den Vereinbarungen mit TSMC, Samsung und Intel ging ASML demnach auch eine Kooperation mit dem Quantencomputing-Unternehmen Xanadu ein. Angesichts der stärkeren KI-Nachfrage hob ASML den Ausblick für 2026 an, wie infomarine.net berichtete.
