Ask Gemini: Google Drive greift jetzt auf Gmail-Nachrichten zu
04.06.2026 - 15:54:42 | boerse-global.deSeit dem 3. Juni rollt Google das Update schrittweise innerhalb von 15 Tagen aus. Berechtigte Nutzer können nun E-Mail-Verläufe als direkte Quellen für kontextreiche, mehrstufige Unterhaltungen in Drive nutzen.
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Gmail als neue Wissensquelle
Die Integration soll das lästige Suchen in verschiedenen Anwendungen überflüssig machen. Statt manuell zwischen E-Mail- und Dateiordnern zu wechseln, können Anwender die KI direkt fragen, wo bestimmte Projektgenehmigungen oder Dateiverweise in E-Mail-Threads zu finden sind. Die Antworten lassen sich dann nahtlos für Aufgaben in Drive nutzen.
Verfügbar ist die Funktion zunächst nur auf dem Desktop. Sie steht Abonnenten von Google Workspace, Google AI Business, Enterprise, AI Pro und Ultra zur Verfügung.
Automatische Dateiorganisation per KI
Ebenfalls am 4. Juni führte Google eine neue KI-gesteuerte Ordnungsfunktion für Drive ein. Organize My Files scannt lose Dateien und schlägt vor, sie in bestehende oder neu angelegte Ordner zu verschieben. Die Entscheidung bleibt beim Nutzer – er kann die Vorschläge bestätigen oder ablehnen.
Gleichzeitig hat Google die Verarbeitung komplexer Anfragen überarbeitet. Seit dem 3. Juni gibt es drei Denkmodi: Standard, Erweitertes Denken und Deep Think. Während die ersten beiden Modi einer breiten Nutzerbasis der Modelle Gemini 3.5 Flash und 3.5 Flash Light zur Verfügung stehen, bleibt Deep Think exklusiv den AI-Ultra-Abonnenten vorbehalten.
Enterprise-Plattform und lokales KI-Modell
Für Unternehmen bringt Google die Gemini Enterprise Platform an den Start. Sie ermöglicht die Erstellung und Bereitstellung maßgeschneiderter KI-Agenten für einzelne Abteilungen. Zu den ersten Anwendern zählen Figma, Klarna und Virgin Voyages. Der Preis liegt bei umgerechnet rund 28 Euro pro Nutzer und Monat.
Für Entwickler, die auf lokale KI-Lösungen setzen, veröffentlichte Google das Modell Gemma 4 12B. Mit 12 Milliarden Parametern ist es für den Betrieb auf Laptops optimiert – über den Google AI Edge Stack. Branchenbeobachter sehen den Fokus auf Anwendungen, bei denen Datenschutz und geringe Latenz entscheidend sind. Allerdings hängt die Leistung stark von der lokalen Hardware ab.
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Mobile und Smart-Home-Integration
Auch im mobilen Bereich tut sich etwas: Für Android-Go-Geräte mit mindestens 2 GB RAM gibt es ab dem 3. Juni Gemini Go. Die neue App ersetzt Assistant Go und ist direkt in die Google-Go-App integriert. Sie unterstützt Sprachbefehle, Aufgabenverwaltung und Datei-Uploads.
Ab dem 5. Juni soll Gemini for Home auf bestimmte Kamerereignisse reagieren können. Und eine neue Personal Intelligence-Funktion erlaubt der KI den Zugriff auf Gmail und Google Fotos, um persönlichere Antworten über das gesamte Tool-Spektrum hinweg zu liefern.
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