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Ask Ad Manager: Google launcht Gemini-KI für Publisher

23.06.2026 - 22:56:38 | boerse-global.de

Google bringt mit „Ask Ad Manager" einen KI-Assistenten für Verlage. Zudem werden neue Formate und Standards für KI-Inhalte vorgestellt.

Google startet Gemini-KI-Agenten für Publisher im Ad Manager
Ask - A glowing, abstract AI brain integrated into a digital advertising platform, surrounded by data streams and publisher content icons, symbolizing AI for publishers. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mit „Ask Ad Manager" launcht Google den ersten Gemini-gestützten KI-Agenten speziell für digitale Publisher – und treibt die Vernetzung von Werbung und Künstlicher Intelligenz weiter voran.

Der neue Assistent, der am 23. Juni 2026 vorgestellt wurde, soll den Arbeitsalltag in Google Ad Manager grundlegend verändern. Statt sich durch komplexe Menüs zu klicken, können Verlagshäuser künftig per Chat-Funktion mit der Plattform sprechen. Die KI beantwortet Fragen zu Auslieferungsproblemen, analysiert Performance-Kennzahlen in Echtzeit und schlägt Lösungen vor – und das in natürlicher Sprache.

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Live-Diagnose per Dialog

Der Gemini-Agent ermöglicht mehrstufige Gespräche, in denen Nutzer gezielt nachfragen und tiefer in Probleme einsteigen können. „Statt stundenlanger Fehlersuche reicht bald eine Frage", so das Unternehmen. Eine Beta-Version des Tools ist bereits seit Juni 2026 verfügbar.

Noch in diesem Jahr sollen die Fähigkeiten des Assistenten weiter wachsen: Google kündigte eine REST-Schnittstelle sowie einen Model Context Protocol (MCP)-Server an, die eine direkte Anbindung an externe Systeme erlauben.

Neuer Standard für KI-Inhalte

Parallel zum KI-Agenten veröffentlichte Google das Open Knowledge Format (OKF) v0.1 – ebenfalls am 23. Juni. Die herstellerneutrale Spezifikation soll standardisieren, wie Inhalte für KI-Agenten verpackt werden. Das Format setzt auf Markdown-Dateien mit YAML-Vorspann und ist auf GitHub unter einer Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht. Ziel: eine einheitliche Grundlage für Publisher und KI-Entwickler.

Abo-Verknüpfung: Leserbindung neu gedacht

Ein weiteres Update betrifft das Verhältnis zwischen Verlagen und ihren Lesern. Mit der neuen Richtlinie „Subscription Linking" können Abonnenten ihre bestehenden Publisher-Konten mit ihrem Google-Konto verknüpfen. Der Vorteil: Sie erhalten dann Zugriff auf exklusive Inhalte dieser Verlage – direkt in Google Search und Google Discover. Für Nachrichtenorganisationen ist das ein Schritt, um in der Ära der KI-gestützten Suchergebnisse die direkte Kundenbeziehung zu bewahren.

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KI-Werbung auf dem Vormarsch

Auf den Cannes Lions präsentierten Google und YouTube am selben Tag mehrere Gemini-gestützte Neuerungen für Werbung und Creator-Daten:

  • Insights Finder: Verbesserte Trenddaten für den US-Markt in Google Ads
  • Brand Pulse Metrics: Integrierte Tools zur Markenwahrnehmung
  • Demand Gen Recommendations: KI-generierte Kreativ-Tipps für Kampagnen

Zudem kündigte Google an, Dynamic Search Ads ab Februar 2027 automatisch auf das KI-System AI Max umzustellen. Neue Berichtsansichten für Zielseiten und Suchbegriffe sollen die Transparenz für Werbetreibende erhöhen.

Branche setzt auf KI-Werbung

Der Vorstoß von Google ist kein Einzelfall. Bereits einen Tag zuvor, am 22. Juni, haben sich große Verlagshäuser wie BuzzFeed, Sports Illustrated und DMGT mit der Firma Gist zusammengetan. Sie testen neue Werbeformate wie „Gist Answers" und eine „Question Bar", die Leserfragen direkt aus den Inhalten der Verlage beantworten.

Die Konkurrenz schläft nicht: Branchenprognosen zufolge könnte OpenAI allein 2026 Werbeeinnahmen von 2,5 Milliarden Euro erzielen – mit einem Potenzial von bis zu 100 Milliarden Euro bis 2030.

Um den Zugriff von KI-Bots auf Webinhalte zu steuern, haben Google und Shopify ihre Unterstützung für das Cloudflare-PACT-Protokoll signalisiert. Dieses fungiert als zentrale Zugangskontrolle und erlaubt Publishern, explizit festzulegen, welche KI-Bots ihre Inhalte nutzen dürfen.

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