ASI und SoftBank: 225 Millionen Dollar für autonome Baumaschinen
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 04:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am 24. September 2026 haben das Robotikunternehmen ASI und der Technologiekonzern SoftBank eine strategische Partnerschaft zur Weiterentwicklung autonomer Baumaschinen bekannt gegeben.
Die Vereinbarung umfasst eine strategische Beteiligung sowie die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens, das Entwicklung, Herstellung und operativen Einsatz fahrerloser Baustellenfahrzeuge vorantreiben soll. SoftBank stellt dafür ein umfangreiches Investitionsvolumen bereit, wie das Fachportal theroboticsmedia.com am 25. September 2026 berichtete.
Kapitalisierung und Struktur der Partnerschaft
Im Rahmen der Vereinbarung investiert SoftBank 225 Mio. US-Dollar in ASI. Neben dieser direkten Beteiligung an dem Spezialisten für Automatisierungssysteme gründeten beide Partner ein Joint Venture, das separat kapitalisiert ist. Durch diese eigenständige finanzielle Ausstattung soll sichergestellt werden, dass Entwicklungsprozesse und Fertigungskapazitäten zielgerichtet aufgebaut werden können.
Das Aufgabengebiet des Gemeinschaftsunternehmens erstreckt sich über den gesamten Lebenszyklus der Maschinen. Es umfasst die technische Konzeption, die industrielle Produktion sowie die Implementierung und Betreuung der Einheiten auf Baustellen.
Mobius-Plattform als technologisches Fundament
Als wesentlichen technologischen Beitrag bringt ASI seine Mobius-Flottenplattform in das neue Gemeinschaftsunternehmen ein. Mobius fungiert als zentrales Steuerungs- und Koordinierungssystem für automatisierte Fahrzeugverbände. Die Software erlaubt die Orchestrierung ganzer Maschinenflotten und ermöglicht die Überwachung komplexer Arbeitsabläufe auf weitläufigen Arealen.
Der Einsatz auf Baustellen gilt in der Industrie als besonders anspruchsvoll, da das Arbeitsumfeld im Gegensatz zu geschlossenen Fabrikhallen dynamisch veränderlich ist und unbefestigte Böden sowie wechselnde Hindernisse hohe Anforderungen an Sensorik und Software stellen. Durch die Bündelung der Softwareplattform von ASI und der finanziellen Ressourcen von SoftBank soll die Technologie für großflächige Bauvorhaben einsatzreif gemacht werden.
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Zeitplan für die ersten kommerziellen Maschinen
Für die Umsetzung der Vorhaben haben die Partner einen festen zeitlichen Rahmen definiert: Die ersten kommerziellen Maschinen des Joint Ventures werden innerhalb von 24 Monaten erwartet. Innerhalb dieser Frist von zwei Jahren sollen voll funktionsfähige Systeme entstehen, die im regulären Baustellenbetrieb wirtschaftlich eingesetzt werden können.
In der Bauwirtschaft gewinnt die Automatisierung vor allem vor dem Hintergrund von Effizienzsteigerungen und personellen Engpässen an Bedeutung. Autonome Baumaschinen sollen dazu beitragen, wiederkehrende Arbeiten wie Erdbewegungen präzise auszuführen und zugleich das Sicherheitsrisiko für Baustellenpersonal in potenziellen Gefahrenbereichen zu senken.
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Das Gemeinschaftsunternehmen von ASI und SoftBank zielt darauf ab, diese Technologien aus Testumgebungen in breit anwendbare industrielle Standards zu überführen.
