Asana, StackAI

Asana kauft StackAI für 75 Millionen: Kampf um KI-Workflows beginnt

03.06.2026 - 10:48:20 | boerse-global.de

GitHub, Microsoft und Asana setzen auf KI-Agenten für Projektarbeit. Asana übernimmt StackAI für 75 Mio. Dollar und hebt Prognose an.

Asana kauft StackAI für 75 Millionen: Kampf um KI-Workflows beginnt - Bild: über boerse-global.de
Asana kauft StackAI für 75 Millionen: Kampf um KI-Workflows beginnt - Bild: über boerse-global.de

Statt statischer Verwaltungswerkzeuge setzen Anbieter zunehmend auf KI-Agenten, die aktiv in Arbeitsabläufe eingreifen und Aufgaben plattformübergreifend koordinieren.

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Agenten übernehmen die Arbeit

Anfang Juni 2026 stellte GitHub eine technische Vorschau seiner Desktop-App für Copilot vor. Die Anwendung zielt auf agentenbasierte Softwareentwicklung ab – mit einer „My Work“-Ansicht und automatisierten Prozessen für Pull-Requests. Über sogenannte „Canvases“ entstehen gemeinsame Arbeitsflächen, ergänzt durch lokale und Cloud-basierte Testumgebungen.

Auch Microsoft präsentierte auf der Build 2026 mit „Scout“ einen KI-Assistenten, der dauerhaft im Hintergrund läuft. Das System nutzt eine spezifische Kontext-Engine, um Aufgaben über Teams, Outlook und SharePoint zu koordinieren. Jeder Agent erhält dabei eine eigene Identität im Identitätsmanagement. Parallel dazu stellte Microsoft „Project Solara“ vor – eine Plattform für Geschäftskunden, die hardwarebasierte Terminals und smarte Ausweise mit Android-Betriebssystem und KI-Agenten kombiniert.

Für macOS-Nutzer hält Google seit Frühjahr 2026 eine eigene Gemini-App bereit. Per Tastenkombination lässt sie sich aufrufen und bietet Bildschirmzusammenfassungen sowie die Generierung von Bild- und Videoinhalten direkt auf dem Desktop.

Asana kauft sich KI-Know-how

Ende Mai 2026 übernahm Asana die No-Code-Plattform StackAI für 75 Millionen US-Dollar. Ziel: KI-Workflows entwickeln, die mit externen Systemen wie Salesforce, AWS oder Oracle interagieren. Das Management spricht von der nächsten Phase der Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI-Agenten.

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Finanziell zeigt sich die Strategie in den Q1-Zahlen des Geschäftsjahres 2027. Asana meldete 205,1 Millionen US-Dollar Umsatz bei einem Nettoverlust von 14,41 Millionen US-Dollar. Nach der Übernahme und einer angehobenen Umsatzprognose legte die Aktie Anfang Juni kräftig zu.

Low-Code-Plattformen ziehen nach

Auch die Anbieter von Low-Code-Plattformen rüsten auf:

  • Contact Software veröffentlichte Anfang Juni die Version 2026.2 von Elements. Sie enthält eine systemweite Integration eines KI-Layers für Engineering-Aufgaben und eine überarbeitete Stellvertreter-Regelung im Projektbüro.
  • Mendix bringt mit Version 11.11 einen Agent-Editor und KI-gestützte Design-Funktionen. Neu ist ein Benachrichtigungsereignis für Workflows, das auf externe Ereignisse reagiert.
  • Flow360 von com.plex veröffentlichte eine Datenbankintegration, die Formularfelder direkt mit Datentabellen verknüpft. Das vermeidet doppelte Datenpflege – die Befüllung erfolgt per CSV-Import oder automatisierte Workflows.

Europäische Alternativen formieren sich

Abseits der großen Plattform-Ökosysteme entstehen neue Projekte. Die Document Foundation legte Anfang Juni ein Strategiepapier für LibreOffice vor. Geplant ist ein umfassender Umbau: eine Browser-Version auf Basis von WebAssembly (WASM), responsive Oberflächen und mobile Apps für Android und iOS. Der Desktop bleibt vorerst die primäre Plattform. Feste Termine gibt es noch nicht.

Am 9. Juni 2026 startet zudem Euro-Office 1.0. Die webbasierte Suite wird von einem Konsortium aus Nextcloud, IONOS und Tuta getragen. Sie basiert auf einem Fork von OnlyOffice und soll in bestehende Hub-Strukturen integriert werden – eine europäische Alternative für Dokumentenbearbeitung und Kollaboration.

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