Army Blood Link: US-Militär sucht Bluttransport-Drohnen
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 23:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die U.S. Army treibt die Modernisierung ihrer medizinischen Versorgungslogistik in Einsatzgebieten voran. Wie aus Veröffentlichungen vom 16. September 2026 hervorgeht, hat das 419th Contracting Support Battalion (CSB) Fort Liberty im Namen des XVIII Airborne Corps JIOP eine Markterkundung sowie eine Ausschreibung für Prototypen gestartet.
Im Zentrum des Vorhabens steht das Programm „Army Blood Link“ (ABL), das die Beschaffung spezialisierter unbemannter Luftfahrtsysteme (UAS) für den Transport von Blutkonserven vorsieht.
Technische Anforderungen an die Bluttransport-Drohnen
Das Programm sieht die Beschaffung von zwei Prototypen vor, die spezifische Anforderungen an Kapazität und Belastbarkeit erfüllen müssen. Die U.S. Army fordert eine Transportkapazität von jeweils 20 Bluteinheiten pro System. Die geforderte Mindestnutzlast liegt bei 35 lb, wobei der operative Bereich zwischen 25 und 50 lb definiert wurde. Das für die Fracht zur Verfügung stehende Volumen muss mindestens 1,25 ft³ betragen.
Für den Einsatz im Feld sind präzise Vorgaben zur Reichweite und Einsatzfähigkeit definiert. Die Systeme müssen einen Einsatzradius von 30 km für den einfachen Weg sowie eine maximale Gesamtreichweite von 100 km bewältigen.
Die geplante Flugdauer wird mit drei bis sechs Stunden angegeben, während die Drohnen in Höhen von bis zu 18.000 ft operieren sollen. Um eine schnelle Versorgung in medizinischen Notfällen zu gewährleisten, darf die maximale Reaktionszeit des Systems 30 Minuten nicht überschreiten.
Operative Parameter und thermische Stabilität
Die U.S. Army hat eine Markterkundung für Bluttransport-Drohnen gestartet — mit klar definierten Anforderungen an Nutzlast, Reichweite und Temperaturstabilität. Wer die Spezifikationen kennt, kann seine Chancen im OTA-Vergabeverfahren gezielt verbessern. Jetzt kostenlosen Ausschreibungs-Leitfaden anfordern
Ein kritischer Faktor beim Transport von Blutprodukten ist die Einhaltung stabiler Umgebungsbedingungen. Die Ausschreibung spezifiziert, dass die Systeme einen Temperaturbereich von 15 bis 120 °F über eine Transportdauer von bis zu drei Stunden sicherstellen müssen.
Auch die Art der Zustellung im Zielgebiet ist festgeschrieben: Die Drohnen sollen in der Lage sein, die Fracht aus einer Höhe von 10 bis 15 m abzuwerfen. Dabei wird eine hohe Präzision gefordert, da die Landegenauigkeit bei maximal 10 m liegen darf. In Bezug auf die Haltbarkeit der Fluggeräte strebt die US-Armee eine Lebensdauer von 500 bis 1500 Flugstunden an.
Zeitplan und administrative Details
Die Ausschreibung wird als „Sources Sought“ für einen OTA-Prototyp (Other Transaction Authority) geführt. Zuständig für die Koordination sind neben dem 419th CSB auch das Department of Defense sowie das W6QM MICC FDO Fort Bragg.
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Unternehmen, die entsprechende Lösungen anbieten können, unterliegen einem straffen Zeitplan. Die Frist für die Einreichung von Antworten und Angeboten endet am 21. September 2026 um 12:00 Uhr EDT (16:00 Uhr UTC).
Nach der erfolgreichen Vergabe des Auftrags wird eine schnelle Umsetzung erwartet: Die Lieferung der Prototypen muss innerhalb von maximal drei Monaten erfolgen. Das Programm unterstreicht die Bemühungen des Militärs, autonome Systeme verstärkt in die lebensrettende Logistikkette zu integrieren.
