Areca, ARC-1689-8N

Areca ARC-1689-8N: Acht M.2-SSDs erreichen gebündelt bis zu 60 GB/ s

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 07:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Arecas PCIe-Gen-5-Adapter verbindet acht M.2-Laufwerke und erreicht laut Hersteller im RAID-0-Verbund bis zu 60 GB/s.

Areca ARC-1689-8N bündelt acht M.2-SSDs mit bis zu 60 GB/s
Innenansicht eines modernen Server-Racks mit metallischen Kühlrippen und industriellen Lüftungskanälen in kühler Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Die Speicher- und Erweiterungskarten-Branche zeigt derzeit, wie weit sich PCIe-Technologie und NVMe-Architekturen in Richtung hoher Bandbreiten und dichter Speicherkonsolidierung entwickeln. Ein Beispiel dafür liefert Arecas RAID-Host-Bus-Adapter ARC-1689-8N, der laut einem Bericht von dailysynapse.com acht M.2-Steckplätze mit PCIe-Gen-5-x4-Anbindung über eine Broadcom-PEX89048-Bridge kombiniert.

Der ARC-1689-8N im Detail

Der Adapter nutzt einen 48-Lane-PCIe-Gen-5-Switch, der mit 16 Lanes zum Host angebunden ist und 32 Lanes auf die angeschlossenen SSDs verteilt. Für die Kühlung setzt Areca auf einen Aluminiumkühlkörper mit Thermalpads sowie zwei 40-mm-Lüfter, während die Stromversorgung über einen 6-Pin-PCIe-Anschluss in Kombination mit dem Slot ein Budget von 150 Watt bereitstellt. Mit einer Länge von 26,2 Zentimetern ist die Karte als Single-Slot-Lösung ausgelegt.

Funktional unterstützt der ARC-1689-8N die RAID-Level 0, 1 und 10 sowie JBOD- und Non-RAID-Betrieb. Laut Areca erreicht die Karte im RAID-0-Modus eine aggregierte sequenzielle Datenrate von bis zu 60 Gigabyte pro Sekunde — ein Wert, der sich aus der Bündelung mehrerer Gen-5-SSDs ergibt, von denen einzelne Laufwerke bereits sequenzielle Transferraten zwischen 12 und 14 Gigabyte pro Sekunde erreichen.

Solche Adapter richten sich vor allem an Workstation- und Server-Umgebungen, in denen klassische Mainboard-Steckplätze für die Anbindung mehrerer schneller SSDs nicht ausreichen.

Einordnung in die breitere Marktentwicklung

Die Spezifikationen des ARC-1689-8N verdeutlichen einen generellen Trend: Mit der Verbreitung von PCIe Gen 5 und der bevorstehenden Etablierung von PCIe Gen 6 wächst der Bedarf an Bridging- und Switching-Lösungen, die mehrere NVMe-Laufwerke effizient an einen einzelnen PCIe-Steckplatz anbinden können.

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Broadcoms PEX89048-Switch-Chip übernimmt dabei die Aufgabe, die begrenzte Lane-Anzahl moderner Mainboards durch intelligentes Switching zu vervielfachen — eine Technik, die zunehmend auch in Consumer- und Prosumer-Erweiterungskarten anderer Hersteller zum Einsatz kommt.

Für Anwender in Bereichen wie Videobearbeitung, Datenbankanwendungen oder KI-gestützter Datenverarbeitung bedeutet diese Entwicklung, dass sich Speicherarchitekturen zunehmend von einzelnen Hochleistungslaufwerken hin zu gebündelten RAID-Verbünden verschieben, die aggregierte Bandbreiten erreichen, die einzelne SSDs allein nicht liefern können.

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Die thermische Auslegung mit aktiver Lüfterkühlung unterstreicht dabei, dass die Leistungsdichte solcher Karten mittlerweile ein eigenständiges Kühlungskonzept erfordert, das über passive Kühlkörper klassischer Erweiterungskarten hinausgeht.

Insgesamt zeigt der ARC-1689-8N exemplarisch, wie Hersteller von Storage-Controllern versuchen, mit spezialisierten Bridge-Chips und mehrkanaligen M.2-Anbindungen die Lücke zwischen den theoretischen Bandbreiten von PCIe Gen 5 und den praktischen Anforderungen professioneller Speicherumgebungen zu schließen.

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