Architektur-Wettbewerb: PEKA sucht funktionale Küchen- und Kleiderschrank-Designs
Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 06:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Nachfrage nach effizientem Wohnraum in Städten steigt. Immer mehr Menschen suchen nach Lösungen für Mikroapartments, Altbauwohnungen und Lofts. Dabei rücken vertikale Raumnutzung, mobile Möbel und die Umnutzung bestehender Strukturen in den Fokus.
Vertikale Aufbewahrung und multifunktionale Möbel
Ein aktueller Leitfaden für Mikroapartments zeigt: Der Schlüssel liegt in der Nutzung des Raums bis zur Decke. Experten empfehlen reversible Lösungen – ideal für Mieter. Wandmontierte Regalsysteme und klappbare Tische schaffen bei Nichtgebrauch mehr Bodenfläche.
Erfahrungsberichte aus Wohnungen zwischen 32 und 45 Quadratmetern belegen die Praxis. In Altbauten kommen Sitzbänke mit integriertem Stauraum und schmale Liegen mit 16 Zentimeter dünnen Matratzen zum Einsatz. Für Lofts dominieren offene Regale aus schwarzem Metall und Betten mit eingebauten Kästen. Rattankörbe übernehmen dort sowohl dekorative als auch ordnende Aufgaben.
Der Markt reagiert: Möbel auf Rollen und nachhaltige Materialien
Die Industrie folgt dem Trend zur Flexibilität. Mobile Schreibtischschränke auf Rollen (45x40x60 Zentimeter) und multifunktionale Schränke mit integrierter Sitzfläche sind gefragt. Die Materialien: meist MDF oder Spanplatte.
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Auch nachhaltige Werkstoffe spielen eine wachsende Rolle. Neben Bambus für Regale finden sich individuell gefertigte Körbe aus regionalem Wollfilz und recyceltem Leder. Der Verbund aus Lederresten und Naturkautschuk verspricht Langlebigkeit und Ressourcenschonung.
Ein überraschender Trend: Camping-Lösungen erobern den Wohnalltag. Modulare Organizer und Hängekörbe aus Reisemobilen kommen nun in Küche und Bad zum Einsatz. Ihre Leichtbauweise und einfache Montage machen sie attraktiv.
Architekturwettbewerbe setzen neue Standards
Am 21. Juli startete der Wettbewerb „PEKA Dobrze Pouk?adane“ für Architekten. Die Kategorien: Küche und begehbare Kleiderschränke. Eine Fachjury bewertet Einreichungen nach Funktionalität und Gestaltung. Die Ergebnisse werden im Oktober auf der Warsaw Home präsentiert.
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Auf städtebaulicher Ebene gewinnt die Umnutzung leerstehender Flächen an Bedeutung. In Hanoi startete ein Wettbewerb zur Renovierung von über 4.200 überschüssigen öffentlichen Bürogebäuden. Ziel: neue Standards für das Stadtmanagement und nutzbare Räume für die Gemeinschaft.
Großprojekte: Von Gedenkstätten bis Schulbauten
Auch öffentliche Projekte setzen auf funktionale Architektur. Für die Gedenkstätte Stalag 326 setzte sich ein Stuttgarter Architekturbüro gegen 330 Mitbewerber durch. Der Entwurf: ein eingeschossiges Gebäude mit Holzfassade. Fertigstellung ist für den Jahreswechsel 2032/2033 geplant. Die Kosten: rund 60 Millionen Euro.
Im Juli wurden zudem Ausschreibungen für multifunktionale Gebäude veröffentlicht. In der Region Oppeln sucht man ein Konzept für die Erweiterung eines Schulgebäudes – mit spezifischen Anforderungen an temporäre Schutzräume. Die Botschaft ist klar: Multifunktionalität und effiziente Flächennutzung sind längst keine Privatsache mehr, sondern bestimmende Faktoren der aktuellen Architekturplanung.
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