Apple-Siri-Vergleich, KI-Funktionen

Apple-Siri-Vergleich: 250-Millionen-Dollar für verzögerte KI-Funktionen

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 22:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

US-Käufer ausgewählter iPhones können bis Dezember Ansprüche einreichen; die Auszahlung des 250-Millionen-Dollar-Vergleichs folgt voraussichtlich 2027.

Apple-Siri-Vergleich: Ansprüche für iPhone-Käufer jetzt möglich
Ein minimalistisches modernes Gerichtsgebäude in der Abenddämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Käufer bestimmter iPhone-Modelle können ab sofort Ansprüche aus einem Vergleich geltend machen, mit dem Apple eine US-Sammelklage wegen verzögerter KI-Funktionen bei Siri beilegt. Das Anspruchsportal ist freigeschaltet, die Frist zur Einreichung läuft bis zum 21. Dezember 2026. Der Vergleich, der im Mai 2026 vereinbart wurde, umfasst ein Volumen von 250 Millionen US-Dollar.

Vorwurf: Getäuschte Erwartungen an Apple Intelligence

Die zugrunde liegende Klage warf Apple vor, Kunden über den Funktionsumfang von Siri und Apple Intelligence getäuscht zu haben. Konkret hieß es, Apple habe bei den Verbrauchern eine „klare und vernünftige Erwartung" geweckt, dass die auf der WWDC 2024 präsentierten KI-Funktionen mit dem iPhone 16 verfügbar sein würden.

Bei der Markteinführung des Geräts fehlten diese Funktionen jedoch. Der Fall firmiert als Landsheft et al. v. Apple Inc. vor dem Bundesgericht im Northern District of California, wo mehrere Sammelklagen zusammengeführt wurden. Apple bestreitet die Vorwürfe und lehnte eine Stellungnahme ab.

Wer Anspruch erheben kann

Anspruchsberechtigt sind US-Käufer der Modelle iPhone 15 Pro, 15 Pro Max, iPhone 16, 16e, 16 Plus, 16 Pro und 16 Pro Max, sofern der Kauf zwischen dem 10. Juni 2024 und dem 29. März 2025 in den USA erfolgte und die Geräte zur Eigen- oder Geschäftsnutzung und nicht zum Wiederverkauf erworben wurden.

Die geschätzte Auszahlung liegt bei 25 US-Dollar pro berechtigtem Gerät, kann je nach Anzahl der gültigen Ansprüche aber bis zu 95 US-Dollar pro Gerät betragen.

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Ansprüche lassen sich über die offizielle Vergleichswebsite smartphoneaisettlement.com einreichen. Erforderlich sind dafür die Seriennummer des Geräts oder die Apple-Account-ID sowie Kontaktdaten. Die Auszahlung soll wahlweise per PayPal, Venmo, Überweisung (ACH) oder Scheck erfolgen, wobei pro Gerät nur ein Betrag ausgezahlt wird.

Zeitplan bis zur endgültigen Genehmigung

Nachdem der Vergleich am 17. Juli 2026 vorläufig genehmigt wurde, stehen nun weitere gerichtliche Termine fest. Ein Antrag zu den Anwaltsgebühren ist für den 17. November 2026 angesetzt.

Die finale Genehmigungsanhörung hat Richterin Noël Wise auf den 24. Februar 2027, 9:00 Uhr Pacific Time, am US District Court für den Northern District of California in San Jose terminiert. Erst nach dieser Anhörung kann der Vergleich endgültig rechtskräftig werden.

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Die eigentliche Auszahlung an die Antragsteller wird laut den vorliegenden Berichten voraussichtlich erst im Jahr 2027 erfolgen – frühestens 60 Tage nach der finalen Genehmigung. Betroffene Käufer müssen sich also nach Einreichung ihres Antrags noch länger gedulden, bevor Gelder tatsächlich fließen.

Einordnung des Vergleichs

Ryan Clarkson von der Clarkson Law Firm bezeichnete den Vergleich als den größten Falschwerbungs-Vergleich der Geschichte. Zeitlich fällt die Öffnung des Anspruchsportals mit der Verfügbarkeit der verzögerten Siri-KI-Funktionen zusammen: Diese erschienen zunächst mit der iOS-27-Beta nach der WWDC-Keynote im Juni, die stabile Version folgte Anfang September.

Betroffene Käufer haben nun bis zum 21. Dezember 2026 Zeit, ihre Ansprüche über das Portal geltend zu machen, während der weitere gerichtliche Ablauf bis zur finalen Genehmigung im kommenden Februar andauert.

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