Apple-Preisschock, Speicherchips

Apple-Preisschock: Speicherchips treiben MacBook und iPad teurer

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 03:14 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Apple hebt Preise für MacBook Neo und iPads an, drosselt die Produktion und verteuert Abos. Grund sind steigende Speicherchipkosten.

Apple erhöht Preise: MacBook Neo und iPads deutlich teurer
Schlankes Laptop mit Finanzdaten, umgeben von abstrakten Grafiken zu Lieferkette und steigenden Speicherchipkosten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Technologiekonzern hat die Preise für sein Einsteiger-Notebook MacBook Neo sowie zahlreiche weitere Geräte deutlich angehoben. Grund sind explodierende Kosten für Speicherchips und angespannte Lieferketten.

Preisschock bei Mac und iPad

Seit dem 16. Juli 2026 kostet das MacBook Neo statt 599 nun 699 Euro – ein satter Aufschlag von 100 Euro. Doch damit nicht genug: Auch andere Modelle wurden teurer. Das 512GB MacBook Air stieg von 1.099 auf 1.299 Euro, das 1TB MacBook Pro sogar von 1.699 auf 1.999 Euro. Bei den iPads zeigt sich ein ähnliches Bild: Das 128GB iPad Air kostet jetzt 749 statt 599 Euro, das 11-Zoll iPad Pro schlägt mit 1.199 statt 999 Euro zu Buche.

Die Ursache liegt im weltweiten Speichermarkt. Die Preise für DRAM-Chips sind im ersten Quartal 2026 um 98 Prozent gestiegen, für das zweite Quartal werden weitere 58 bis 63 Prozent erwartet. Apple führt die höheren Hardwarepreise direkt auf diese Entwicklung zurück. Auslöser ist der enorme Bedarf an Speicher für KI-Rechenzentren, der die gesamte Branche unter Druck setzt.

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Immerhin: Die aktuellen iPhone-Modelle bleiben preislich unverändert. Branchenbeobachter rechnen jedoch mit Anpassungen bei künftigen Generationen.

Produktion gedrosselt: 40 Prozent weniger MacBook Neo

Noch brisanter: Apple fährt die Produktion des MacBook Neo drastisch zurück. Das ursprüngliche Ziel von 10 Millionen Einheiten für die zweite Jahreshälfte 2026 wurde auf 6 bis 7 Millionen gesenkt – ein Minus von 40 Prozent.

Hintergrund ist die anhaltende DRAM-Krise und Engpässe beim Chip-Hersteller TSMC, der seine Kapazitäten zunehmend auf KI-Chips konzentriert. Dabei ist die Nachfrage nach dem MacBook Neo seit seinem Start im März 2026 hoch. Doch Apple stellt offenbar die Marge über das Volumen und nimmt Lieferengpässe in Kauf, statt die Produktion um jeden Preis hochzufahren.

AppleCare+ und Abos ebenfalls teurer

Auch bei den Dienstleistungen langt Apple zu. AppleCare+ für Mac und iPad verteuert sich für Neukunden um 50 Cent pro Monat beziehungsweise 5 Euro pro Jahr. Ein 13-Zoll MacBook Air kostet im Monat nun 7,99 statt 7,49 Euro. Bestandskunden und das Apple One-Bundle sind von der Erhöhung nicht betroffen.

Einen Tag später, am 17. Juli, folgten Anpassungen bei den Digital-Abos. Apple Music steigt von 10,99 auf 11,99 Euro monatlich, das Apple One Family-Abo von 25,95 auf 27,95 Euro. Die Erhöhungen reihen sich ein in eine Serie steigender Betriebskosten im gesamten Apple-Ökosystem.

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Bildungskampagne läuft – Neo bleibt außen vor

Trotz des Preisanstiegs bleibt das MacBook Neo mit seinem A18 Pro-Chip ein strategisches Gerät für den Bildungsmarkt. In Kenia empfehlen Schulen das Gerät inzwischen gegenüber Windows-Konkurrenten – wegen niedrigerer Gesamtkosten durch lange Akkulaufzeit und hohe Wiederverkaufswerte.

Am 16. Juli startete Apple seine jährliche Back-to-School-Aktion in den USA, Kanada und Mexiko. Das MacBook Neo ist allerdings von den Geschenkkarten-Angeboten ausgeschlossen – diese gibt es nur für MacBook Pro (bis 150 Euro), MacBook Air und iPad Pro (je 100 Euro). Der Neo bleibt lediglich mit dem üblichen Bildungsrabatt erhältlich.

Dritte Hersteller reagieren derweil auf den Markterfolg des Neo. Satechi brachte eine Serie farblich abgestimmter Zubehörteile auf den Markt – Hubs und Adapter passend zu den Neo-Farben Citrus, Blush, Indigo und Silver. Einige Händler locken zudem mit zeitlich begrenzten Rabatten auf ältere Modelle wie das A16-iPad, um preisbewusste Kunden anzulocken.

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