Apple-Hardware-Fehler, Millionen

Apple-Hardware-Fehler: Millionen iPhones und iPads bleiben anfällig

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 08:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Sicherheitsforscher entdecken Hardware-Fehler in älteren Apple-Chips. Ein Software-Update kann die Schwachstelle nicht beheben, nur Geräteneukauf hilft.

Apple-Hardware-Lücke: Millionen iPhones und iPads dauerhaft verwundbar
Nahaufnahme einer Platine mit rotem digitalem Vorhängeschloss-Symbol auf einem Chip, das eine Hardware-Sicherheitslücke symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein kritischer Sicherheitsfehler in älteren Apple-Geräten lässt sich nicht per Software-Update beheben. Betroffen sind Millionen iPhones, iPads und Apple Watches.

Sicherheitsforscher der Firma Paradigm Shift haben Mitte Juli 2026 eine schwerwiegende Hardware-Schwachstelle in älteren Apple-Geräten entdeckt. Der Fehler mit dem Namen „usbliter8" sitzt im SecureROM und im USB-Controller der Chips A12 und A13 Bionic. Das Problem: Weil dieser Code im schreibgeschützten Speicher liegt, kann Apple ihn nicht nachträglich reparieren. Ein Software-Update? Fehlanzeige. Ein Patch? Unmöglich.

So funktioniert der Angriff

Der Exploit ermöglicht es Angreifern, beliebigen Code auf den betroffenen Geräten auszuführen. Die gute Nachricht: Dafür ist physischer Zugriff nötig. Ein Angreifer muss das Gerät in der Hand halten und per USB-Kabel anschließen. Kein Fernzugriff, kein heimlicher Hack aus dem Netz.

Doch die schlechte Nachricht wiegt schwerer: Der Fehler sitzt auf Hardware-Ebene. Er begleitet jedes betroffene Gerät für den Rest seiner Lebenszeit. Ein permanentes Sicherheitsrisiko, das sich nicht wegaktualisieren lässt.

Millionen Geräte betroffen

Die Liste der verwundbaren Modelle liest sich wie ein Who's who der Apple-Produkte aus den Jahren 2018 bis 2020:

iPhones:
- iPhone XR, XS und XS Max
- iPhone 11, 11 Pro und 11 Pro Max
- iPhone SE (2. Generation)

iPads:
- iPad (8. und 9. Generation)
- iPad Air (3. Generation)
- iPad mini (5. Generation)
- iPad Pro 11 Zoll (1. und 2. Generation)
- iPad Pro 12,9 Zoll (3. und 4. Generation)

Apple Watches und Zubehör:
- Apple Watch Series 4 und 5
- Apple Watch SE (1. Generation)
- Apple Studio Display

Anzeige

Viele iPhone-Nutzer übersehen nach einem Update oder bei Hardware-Risiken kritische Einstellungen zum Schutz ihrer Privatsphäre. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Daten mit wenigen Klicks wirklich absichern. Einfache Schritt-für-Schritt-Methode für Einsteiger entdecken

Was Apple empfiehlt

Die Sicherheitsexperten von Paradigm Shift sehen nur einen Ausweg: Neue Hardware kaufen. Geräte mit neueren Chips sind nicht betroffen. Für alle anderen gilt: Strengste Kontrolle über den physischen Zugriff.

Apple selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu dem konkreten Fehler geäußert. Das Unternehmen betreibt ein Bug-Bounty-Programm, das für Schwachstellen mit physischem Zugriff bis zu 500.000 Euro und für Remote-Exploits bis zu zwei Millionen Euro auszahlt.

Anzeige

Gerade bei unvorhersehbaren Sicherheitslücken ist es wichtig, die Funktionsweise des eigenen iPhones genau zu kennen. Apple-Chefredakteur Detlef Meyer verrät in diesem kostenlosen Lexikon die wichtigsten Begriffe und Einstellungen, die kaum ein Nutzer kennt. Gratis-Lexikon: Die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe sichern

Erst Ende Juni 2026 hatte Apple mit iOS 26.5.2 über 30 Sicherheitslücken in WebKit und im Systemkernel geschlossen. Diese Updates helfen gegen die neue Hardware-Schwachstelle jedoch nicht.

Keine Entwarnung in Sicht

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass der Fehler bereits ausgenutzt wurde. Doch die öffentliche Bekanntmachung ändert das Risiko. Experten raten Besitzern älterer Geräte zu erhöhter Vorsicht. Wer sein iPhone oder iPad nicht aus der Hand gibt, ist vorerst sicher. Theoretische Abhilfen für einzelne Geräte seien denkbar, so die Forscher – praktisch umgesetzt hat Apple bislang keine.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69785631 |