Apple-Chips, Kritische

Apple-Chips: Kritische BootROM-Lücke in iPhone XS bis 11 nicht reparierbar

23.06.2026 - 17:53:03 | boerse-global.de

Sicherheitsmarkt wächst rasant, während Apple-Hardwarelücke ältere iPhones bedroht und Google sowie Samsung kritische Android-Updates liefern.

Mobile Security boomt: Apple-Lücke und Android-Patches im Fokus
Apple-Chips - A close-up of a smartphone screen showing a glowing digital lock icon over abstract code, symbolizing mobile security. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Branchenzahlen zufolge steigt sein Volumen von 3,3 Milliarden Dollar im Jahr 2020 auf prognostizierte 22,1 Milliarden Dollar bis 2030 – ein jährliches Wachstum von über 21 Prozent. Treiber sind die Verbreitung von Homeoffice, BYOD-Richtlinien („Bring Your Own Device") und die zunehmende Nutzung mobiler Bezahldienste. Doch zeitgleich erschüttern schwerwiegende Sicherheitslücken die Branche.

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Apple-Chips mit nicht reparabler Hardware-Lücke

Am 22. Juni 2026 veröffentlichten Sicherheitsforscher von Paradigm Shift Details zu einer kritischen Schwachstelle auf Hardware-Ebene. Die als „usbliter8" bezeichnete BootROM-Lücke betrifft Apples A12- und A13-Bionic-Chips – und damit eine ganze Reihe älterer Geräte.

Konkret verwundbar sind das iPhone XS, XR, 11 sowie das iPhone SE der zweiten Generation. Auch mehrere iPad-Modelle wie das iPad Air der dritten Generation und die achte sowie neunte Generation des Standard-iPads sind betroffen. Hinzu kommen die Apple Watch Series 4, Series 5 und die Apple Watch SE der ersten Generation.

Das Fatale: Die Schwachstelle sitzt im schreibgeschützten BootROM-Code. Ein Update? Fehlanzeige. Der Fehler ist hardwarebedingt und damit nicht durch Software-Patches behebbar. Zwar erfordert der Exploit physischen Zugriff auf das Gerät, doch Sicherheitsexperten sprechen von einer deutlichen Verschlechterung der Sicherheitslage für ältere Apple-Produkte.

Google und Samsung schließen kritische Android-Lücke

Parallel dazu haben Google und Samsung im Juni 2026 wichtige Sicherheitsupdates ausgerollt. Im Fokus steht eine kritische Zero-Day-Lücke im Android-Framework, die unter der Kennung CVE-2025-48595 geführt wird. Der schwerwiegende Fehler ermöglicht Code-Ausführung ohne Benutzerinteraktion. Der Sicherheitspatch trägt das Datum 5. Juni 2026.

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Das Update-Paket bringt zudem funktionale Neuerungen:

  • Google Play Services v26.24: Maschinenlernmodelle für intelligenteres Autofill und verbesserte App-Sperren für verwaltete Konten.
  • Google Play Store v51.9: Ein „Vertrauenssiegel" für Nutzerbewertungen und eine neue „Play Labs"-Funktion für experimentelle Einstellungen.
  • Credential Exchange: Ein neues System für den sicheren Import und Export von Passwörtern.

Samsung hat zeitgleich begonnen, die Patches für seine Geräte auszuliefern. Das Galaxy M55 erhält die Firmware-Version M556BXXS5DZF2, die insgesamt 45 Sicherheitslücken schließt. Ähnliche Updates gibt es für das Galaxy Z Fold 6 und Z Flip 6. Die Maßnahmen fallen in eine phase, in der Samsung mehrere Modelle auf One UI 8.5 umstellt und die Arbeiten an One UI 9.0 auf Basis von Android 17 vorantreibt.

Smartphone-Markt schrumpft – Sicherheitsbranche profitiert

Trotz des Booms im Sicherheitssektor steht der breitere Smartphone-Markt 2026 unter Druck. Laut Daten von Omdia werden die weltweiten Auslieferungen voraussichtlich um 12,2 Prozent auf 1,093 Milliarden Einheiten einbrechen. Grund sind steigende Kosten: Der durchschnittliche Verkaufspreis von Smartphones dürfte um 21 Prozent auf umgerechnet rund 565 Euro steigen.

Besonders die Preise für DRAM- und NAND-Flash-Speicher sind im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um mehr als 80 Prozent in die Höhe geschossen – mit direkten Folgen für die Endverbraucherpreise. Während das Sicherheitssegment von der wachsenden Bedrohungslage profitiert, rechnen Branchenkenner nicht vor 2028 mit einer vollständigen Erholung der Hardware-Verkaufszahlen.

de | wissenschaft | 69611953 |