Apple-Betrug: Zwei Männer zu 78 und 57 Monaten Haft verurteilt
Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 22:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
US-Bundesbehörden haben am 30. August 2026 weitreichende Urteile gegen zwei Männer wegen eines großangelegten Betrugsschemas mit Elektronikartikeln vollstreckt. Wenhui Huang und Yang Song wurden für ihre Beteiligung am Umtausch gefälschter iPhones und iPads gegen echte Hardware verurteilt.
Die Täter hatten über fast ein Jahrzehnt hinweg gefälschte Geräte in Apple-Stores eingereicht, um diese durch Originalprodukte zu ersetzen, was zu Schäden im zweistelligen Millionenbereich führte.
Haftstrafen und hohe Rückzahlungsforderungen
Der 41-jährige Wenhui Huang aus Chino Hills erhielt eine Gefängnisstrafe von 78 Monaten. Sein Komplize, der 39-jährige Yang Song aus Corona, wurde zu einer Haftstrafe von 57 Monaten verurteilt. Neben den Freiheitsstrafen ordneten die Behörden massive Restitutionszahlungen an. Huang wurde dazu verpflichtet, 16.239.254 US-Dollar zurückzuerstatten, während die Rückforderungssumme für Song auf 16.997.415 US-Dollar festgesetzt wurde.
Das kriminelle Netzwerk operierte über einen Zeitraum von mehr als acht Jahren. Die Ermittlungen ergaben, dass das Schema von Dezember 2015 bis März 2024 aktiv war.
In dieser Zeit gelang es den Beteiligten, das Rückgabesystem und die Serviceleistungen des Technologiekonzerns systematisch auszunutzen. Der durch das Vorgehen verursachte finanzielle Verlust beläuft sich nach Angaben der US-Bundesbehörden auf insgesamt mindestens 16,2 Millionen US-Dollar.
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Systematischer Betrug an Apple-Standorten
Ein Schwerpunkt der kriminellen Aktivitäten lag im Großraum Los Angeles. Die Behörden identifizierten insbesondere Apple-Standorte in Beverly Hills und im Einkaufszentrum The Grove als Ziele der Betrugsversuche.
Dort wurden gefälschte Geräte eingereicht, die optisch und technisch so präpariert waren, dass sie bei Prüfungen als defekte Originalprodukte erschienen. Im Rahmen der Garantie- oder Austauschprogramme erhielten die Täter im Gegenzug authentische Hardware, die anschließend weiterverkauft werden konnte.
Das Schema verursachte erhebliche Verluste durch den Umtausch von gefälschten iPhones gegen echte Hardware in den betroffenen Stores. Die Ermittler konnten nachweisen, dass die Täter gezielt Schwachstellen in den Prozessen des Herstellers ausnutzten, um die gefälschten Produkte in den regulären Warenkreislauf einzuschleusen.
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Umfangreiche Ermittlungen gegen organisierte Kriminalität
Die nun verkündeten Urteile sind Teil eines größeren Ermittlungsverfahrens gegen eine organisierte Gruppe. Insgesamt gab es im Zusammenhang mit diesem Betrugsschema bereits sechs Verurteilungen. Die US-Bundesbehörden hoben im Rahmen des Verfahrens die Schwere des wirtschaftlichen Schadens hervor.
Durch die langjährigen Haftstrafen und die Millionen-Rückforderungen soll die Entschlossenheit der Justiz verdeutlicht werden, gegen organisierten Betrug im Bereich der Unterhaltungselektronik vorzugehen. Das Verfahren verdeutlicht zudem die Herausforderungen für Hardware-Hersteller, ihre Austauschprogramme gegen hochprofessionelle Fälschungen abzusichern.
