Apple-Betrug: 42.000 iPhones durch Coruna-Toolkit gefährdet
Veröffentlicht am: 09.07.2026 um 19:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine aktuelle Phishing-Kampagne zielt auf Kreditkartendaten ab, während ein Hacking-Toolkit Schwachstellen im Betriebssystem ausnutzt.
Gefälschte Apple-Mails im Umlauf
In den letzten Tagen verschicken Betrüger gefälschte E-Mails im Namen von Apple. Die Empfänger sollen ihre Zahlungsdaten aktualisieren – ein Link führt auf eine täuschend echte Nachbildung der Apple-Seite.
Sicherheitsanalysten berichten: Nach Eingabe der E-Mail-Adresse wird eine angebliche Kontosperrung vorgetäuscht. Das Ziel sind die Kreditkarteninformationen der Nutzer. Erkennungsmerkmale sind die unpersönliche Anrede und Web-Adressen, die nicht auf die offizielle Apple-Domain verweisen.
Wer bereits Daten preisgegeben hat, sollte umgehend Passwörter ändern und die Bank informieren.
42.000 Geräte durch Coruna-Toolkit gefährdet
Parallel zur Phishing-Welle sorgt das Hacking-Werkzeug „Coruna-Toolkit" für Alarm. Es nutzt insgesamt 23 Schwachstellen im iOS-Betriebssystem aus – rund 42.000 Geräte sind betroffen. Ein Schwerpunkt: GPS-Spoofing, also die Manipulation von Standortdaten.
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Apple hat reagiert und die Signierung der älteren Versionen iOS 26.5 und 26.5.1 zum 7. Juli eingestellt. Nutzer müssen nun auf iOS 26.5.2 wechseln, das Ende Juni erschien. Für das im September erwartete iOS 27 ist eine Funktion geplant, die Standortfreigaben pausieren kann.
iOS 27: Premium-Siri nur mit neuem Chip
Die dritte Beta von iOS 27 (veröffentlicht am 8. und 9. Juli) gibt Einblicke in Apples KI-Strategie. Code-Analysen zeigen: Die erweiterte Siri-Version wird exklusiv an neue Hardware gekoppelt. Voraussetzung sind ein A19 Pro Chip und mindestens 12 Gigabyte RAM – genau die Spezifikationen des kommenden iPhone 17 Pro und Pro Max.
Doch das ist nicht alles: Einige Funktionen von „Apple Intelligence" könnten kostenpflichtig werden. Hinweise in der Beta deuten auf ein iCloud+-Abonnement mit mindestens 2 Terabyte Speicher als Voraussetzung hin. EU-Nutzer müssen vorerst auf die KI-Integration verzichten – der Digital Markets Act (DMA) blockiert die Einführung.
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Betrugswelle auch auf WhatsApp
Die allgemeine Bedrohungslage bleibt hoch. Ein ESET-Bericht für das erste Halbjahr 2026 untersuchte rund 900.000 sogenannte AI Skills. Ergebnis: Über 25.000 verdächtige und 3.000 eindeutig schadhafte Erweiterungen, die Daten stehlen oder Kosten verursachen.
Auch WhatsApp ist betroffen. Im Juni 2026 gab es rund 626.000 Spam-Anrufe – ein Anstieg von 20 Prozent gegenüber Mai. Die Plattform führt jetzt eine automatische Stummschaltung unbekannter Anrufer und Benutzernamen ein. Verbraucherschützer warnen jedoch vor möglichem Identitätsdiebstahl.
Erfolge gegen Cyberkriminalität
Internationale Ermittler konnten Erfolge verbuchen. Bei der Operation First Light 2026 gab es zwischen Januar und April weltweit über 5.800 Festnahmen im Zusammenhang mit Online-Betrug. Die Behörden stellten Vermögenswerte in Höhe von 293 Millionen US-Dollar sicher.
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