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App Store: Apple löscht 16 VK-Apps wegen Sanktionen gegen Kirijenko

26.06.2026 - 01:32:37 | boerse-global.de

Apple löscht 16 Apps des russischen VK-Konzerns aus dem App Store. Der Kreml fordert eine Erklärung und sieht politische Motive.

Apple entfernt 16 VK-Apps: Kreml kritisiert politische Willkür
App - Zerbrochener Smartphone-Bildschirm mit verschwommener Social-Media-App, dezent überlagert von einer beschädigten russischen Flagge. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Darunter sind die wichtigsten sozialen Netzwerke des Landes. Der Kreml spricht von politischer Willkür und fordert eine Erklärung.

Betroffen: VKontakte, Odnoklassniki und Mail.ru

Am Donnerstag verschwanden die Apps von VKontakte (VK), Odnoklassniki und die Mail.ru-Suite aus dem App Store. Auch Dienste wie VK Video, VK Messenger, VK Music, VK Dating, VK Calls, die Content-Plattform Dzen und der Bildungsdienst Skillbox sind betroffen. Insgesamt zog Apple die 16 Anwendungen des VK-Konzerns aus dem Angebot.

VK erklärte, die Löschung sei ohne Vorwarnung erfolgt. Apple begründet den Schritt mit internationalen Sanktionen. VK selbst sei zwar nicht sanktioniert, räumte das Unternehmen ein. Allerdings steht VK-Chef Wladimir Kirijenko auf den Sanktionslisten Großbritanniens, der EU und der USA.

Nicht der erste Vorfall dieser Art

Bereits im September 2022 hatte Apple VK-Apps nach britischen Sanktionen entfernt – damals kehrten sie nach einem Monat zurück. Anfang Juni 2026 löschte Apple zudem den Max-Messenger mit Verweis auf Sanktionen.

Das russische Digitalministerium bezeichnete die aktuellen Löschungen als politisch motiviert. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass das VK-Ökosystem in Russland weiterhin dominant ist: Allein VK Video zählte im Januar 2026 rund 42,2 Millionen tägliche Nutzer. Für Nutzer, die die Apps bereits installiert haben, bleiben sie funktionsfähig. Android-Nutzer sind von der Löschung nicht betroffen.

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Kreml: „Bizzarer Schritt“ – Aufruf zu Android

Die Reaktion aus Moskau ließ nicht lange auf sich warten. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete Apples Vorgehen als „bizarr“ und forderte eine formelle Erklärung. Der Vorfall werfe ernste Fragen zur Zuverlässigkeit Apples als Dienstleister auf dem russischen Markt auf. Peskow empfahl russischen Nutzern sogar, auf Android umzusteigen.

Die Löschung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen westlichen Tech-Konzernen und russischen Behörden. Im Juni 2025 verabschiedete Russland ein Gesetz zur Schaffung einer nationalen Digitalplattform rund um den Max-Messenger. Die Behörden fördern Max aktiv und drosseln gleichzeitig konkurrierende Dienste wie WhatsApp und Telegram. Seit Kurzem muss Max auf allen in Russland verkauften Smartphones vorinstalliert sein.

Westliche Software in Russland wird knapper

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Die Entfernung der VK-Apps ist Teil eines größeren Trends: Westliche Software wird in Russland zunehmend rar. Apple hatte bereits im März 2022 den direkten Verkauf von iPhones und anderer Hardware in Russland eingestellt. Allein 2025 entfernte Apple insgesamt 1.213 Apps aus der russischen Version des App Stores.

Einige russische Amtsträger bezeichnen die jüngsten Maßnahmen als digitale Diskriminierung. Während Apple auf die Einhaltung von Sanktionen verweist, vermuten Branchenkenner auch ungelöste kommerzielle Streitigkeiten über Zahlungsabwicklungen als möglichen zusätzlichen Grund für die Spannungen zwischen dem Tech-Riesen und russischen Softwareentwicklern.

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