Apotheken-Fortbildung, Screening

Apotheken-Fortbildung: Screening und Diagnostik stehen am 8. November im Fokus

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 21:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Kongress beleuchtet Zusammenarbeit, digitale Hilfsmittel und Fortbildung für erweiterte Aufgaben öffentlicher Apotheken.
Ein heller, minimalistischer Beratungsraum in einer modernen medizinischen Einrichtung mit Fokus auf professionelle Atmosphäre. Illustration mit AI erstellt.

Die langfristige Betreuung von Patienten mit chronischen Erkrankungen stellt Gesundheitssysteme vor wachsende Herausforderungen. Im Mittelpunkt fachlicher Debatten steht zunehmend das Konzept der sogenannten Farmacia dei servizi, das den Wandel öffentlicher Apotheken von reinen Abgabestellen hin zu aktiven Versorgungszentren beschreibt.

Auf einem Kongress der Ordine dei farmacisti unter der Leitung von Präsident Maurizio Pace diskutierten Fachleute zentrale Aspekte dieser Neuausrichtung. Zu den thematischen Schwerpunkten gehörten die strukturierte Übernahme chronisch Kranker, die Sicherung der Therapietreue, eine lückenlose Pharmakovigilanz sowie eine vertiefte Kooperation zwischen Apothekern, Allgemeinmedizinern und Fachärzten.

Multidisziplinäre Zusammenarbeit im therapeutischen Alltag

Ein zentraler Ansatzpunkt für eine verbesserte Arzneimitteltherapiesicherheit liegt in der engeren Abstimmung der verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen. Auf der Fachtagung betonte Girolamo Manno, Kardiologe der ASP Agrigento, die Notwendigkeit eines multidisziplinären Vorgehens.

Die enge Vernetzung zwischen den Hausärzten, den behandelnden Spezialisten und den Apotheken vor Ort soll gewährleisten, dass Medikationspläne konsequent überwacht und Schnittstellenprobleme vermieden werden.

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Die kontinuierliche Begleitung chronisch Kranker in der Apotheke eröffnet die Möglichkeit, arzneimittelbezogene Probleme frühzeitig zu identifizieren. Insbesondere im Bereich der Pharmakovigilanz, der systematischen Überwachung von Arzneimittelrisiken und unerwünschten Wirkungen, kommt dem niedergelassenen pharmazeutischen Personal eine wichtige Kontrollfunktion zu, um die Sicherheit und Wirksamkeit laufender Therapien dauerhaft zu gewährleisten.

Instrumente von der Telemedizin bis zur elektronischen Patientenakte

Für die praktische Umsetzung dieser erweiterten Versorgungsaufgaben stehen unterschiedliche technische und organisatorische Hilfsmittel zur Verfügung. Die Apothekerin Floriana Russo verwies in diesem Zusammenhang auf zentrale Instrumente der interdisziplinären Zusammenarbeit: den Einsatz von Telemedizin, Verfahren des Deblisterings, strukturierte Screenings sowie künftig die Nutzung der elektronischen Gesundheitsakte.

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Während die Neuverpackung und individuelle Zusammenstellung von Medikamenten beim Deblistering vor allem die Therapietreue bei komplexen Einnahmeschemata erleichtern soll, ermöglichen Screening-Angebote eine frühzeitige Risikoerkennung direkt in der Offizin.

Die künftige Einbindung der elektronischen Gesundheitsakte gilt dabei als wesentliche Voraussetzung, um den Informationsfluss zwischen Ärzten und pharmazeutischem Fachpersonal auf eine einheitliche digitale Basis zu stellen.

Kontinuierliche Fortbildung als Voraussetzung für neue Dienstleistungen

Die Ausweitung des Aufgabenspektrums erfordert eine entsprechende Weiterbildung der Fachkräfte. Wie aus Berichten vom 18. Oktober 2026 hervorgeht, bettet die Ordine dei farmacisti die Initiative in einen structured Fortbildungszyklus ein. Der nächste Termin dieser Reihe ist für den 8. November 2026 angesetzt und widmet sich vertiefend den Themengebieten Screening und Diagnostik.

Ziel der Ausbildungsmaßnahmen ist es, das pharmazeutische Personal auf die Durchführung standardisierter Präventions- und Testverfahren vorzubereiten und die Rolle der Apotheke als primäre Anlaufstelle in der regionalen Gesundheitsversorgung nachhaltig zu festigen.

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