Apertus, Schweizer

Apertus 1.5: Schweizer KI-Modell integriert in Lumo-Assistent

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 17:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Schweizer Open-Source-Modell Apertus 1.5 wird in Lumo verfügbar und profitiert dort von anonymisierten Rückmeldungen aus der Nutzung.

Apertus 1.5 kommt in Proton-Lumo und erhält Praxisfeedback
Moderne Supercomputing-Infrastruktur mit langen Reihen von Servergehäusen in einer großen, dezent beleuchteten Halle. Illustration mit AI erstellt.

Forschende der EPFL, der ETH Zürich und des Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) haben sich mit dem Unternehmen Proton zusammengetan, um ihr offenes Sprachmodell Apertus 1.5 in den KI-Assistenten Lumo zu integrieren. Nutzerinnen und Nutzer von Lumo können das Modell künftig auswählen und stehen damit Dutzende Millionen Anwendungsfälle für Apertus offen.

Feedback direkt aus der Praxis

Besonders für das Apertus-Team ist dabei die neu geschaffene Rückkopplung mit der Praxis: Lumo-Nutzende haben die Möglichkeit, freiwillig und anonymisiert Feedback zu geben. Diese Rückmeldungen fließen erstmals direkt an die Forscher zurück und liefern ihnen damit Echtzeit-Einblicke, wie sich das Modell im tatsächlichen Einsatz schlägt – eine Größenordnung an Nutzungsdaten, die akademische Forschung allein kaum erreichen könnte.

Offenes Modell mit Schweizer Infrastruktur

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Apertus 1.5 steht unter der Apache-2.0-Lizenz und wurde vollständig auf dem Supercomputer Alps des CSCS trainiert. Das Modell ist bereits seit seiner Einführung im September 2025 im Einsatz, unter anderem bei Swisscom, Infomaniak und OnPrem.ai. Es ist als Open-Source-Sprachmodell in zwei Größen verfügbar – mit 8 Milliarden beziehungsweise 70 Milliarden Parametern – und lässt sich frei über Swisscom, Hugging Face und Public AI beziehen.

Öffentliche Finanzierung über mehrere Jahre

Hinter dem Projekt steht eine mehrjährige öffentliche Finanzierung: Über vier Jahre stellt der Schweizer Staat 20 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 21,3 Millionen Euro) bereit. Hinzu kommen mehr als 100 Millionen GPU-Stunden auf der Alps-Infrastruktur des CSCS, die den Forschenden für Training und Weiterentwicklung des Modells zur Verfügung stehen.

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Die Integration in Lumo markiert damit einen weiteren Schritt für Apertus auf dem Weg von einem primär akademischen Forschungsprojekt hin zu einem breiter genutzten, offenen Sprachmodell, das nun auch in einem massentauglichen Consumer-Produkt zum Einsatz kommt.

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