AOK-Transparenzbericht, Leistungsdaten

AOK-Transparenzbericht: Neue Leistungsdaten für 27 Millionen Versicherte

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 14:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Bericht ergänzt Leistungsquoten und Bearbeitungszeiten; die AOK PLUS bewilligte 2025 95,7 Prozent ihrer bearbeiteten Anträge und Rechnungen.

AOK-Transparenzbericht 2025: Neue Daten zu Pflegeanträgen
Ein heller, moderner Flur in einem Verwaltungsgebäude einer Krankenkasse mit minimalistischer Architektur und Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die elf regionalen Krankenkassen der AOK-Gemeinschaft haben auf ihrer zentralen Plattform ihren aktualisierten Transparenzbericht vorgelegt. Es ist die siebte Veröffentlichung dieser Art in Folge. Die Erhebung basiert auf dem Datenjahr 2025 und soll den bundesweit 27 Millionen AOK-Versicherten einen detaillierten Überblick über Leistungsentscheidungen und Abläufe geben.

Erweiterte Daten zu Pflege und Entlastungsleistungen

In der aktuellen Ausgabe weist die Kassenart erstmals zusätzliche Leistungsbereiche detailliert aus. So enthalten die Berichte nun für alle elf regionalen AOKs konkrete Genehmigungs- und Ablehnungsquoten für Anträge auf häusliche Krankenpflege sowie Haushaltshilfe.

Auch die durchschnittliche Bearbeitungszeit für Anträge auf Haushaltshilfe wurde erstmals erfasst und öffentlich gemacht. Für Versicherte, deren Antrag abgelehnt wird, gilt nach einer solchen Entscheidung grundsätzlich eine Widerspruchsfrist von einem Monat.

Jens Martin Hoyer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, betonte, dass eine offene Darlegung von Genehmigungs-, Ablehnungs- und Widerspruchsquoten integraler Bestandteil einer guten Servicekultur sei.

Detaildaten am Beispiel der AOK PLUS

Wie sich diese Zahlen in der Praxis darstellen, zeigen die Kennzahlen einzelner Kassen wie der AOK PLUS, die in Sachsen und Thüringen rund 3,5 Millionen Versicherte zählt und über 6.800 Mitarbeiter beschäftigt.

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Erstmals weist die Kassenart für alle elf regionalen AOKs konkrete Genehmigungs- und Ablehnungsquoten für häusliche Krankenpflege und Haushaltshilfe aus — und auch die durchschnittliche Bearbeitungszeit dieser Anträge ist jetzt öffentlich. Wer weiß, wie ein Antrag richtig aufgebaut ist, verliert weniger Zeit. Unser kostenloser Leitfaden führt Sie in drei Schritten durch Antrag, Fristen und Widerspruch. Kostenlosen Pflege-Leitfaden jetzt anfordern

Für das Jahr 2026 verfügt die Kasse über ein gesamtes Haushaltsvolumen von 23,5 Milliarden Euro. Davon entfallen 18,5 Milliarden Euro auf die Krankenversicherung, 4,4 Milliarden Euro auf die Pflegeversicherung sowie 609 Millionen Euro auf das Ausgleichsgesetz.

Im Jahr 2025 bearbeitete die AOK PLUS insgesamt 15.574.766 Anträge und Rechnungen. Davon wurden 14.912.224 bewilligt, was einer Genehmigungsquote von 95,7 Prozent entspricht. Bei der Bearbeitungsdauer gab es in verschiedenen Bereichen unterschiedliche Fristen:

  • Zahnersatz: Für die Prüfung eines Heil- und Kostenplans benötigte die Kasse im Schnitt 3,1 Tage, nach 4,4 Tagen im Vorjahr.
  • Krankengeld: Die Auszahlung erfolgte 2025 durchschnittlich nach 1,28 Tagen.
  • Pflege- und Entlastungsleistungen: Anträge auf Verhinderungspflege wurden nach 4,5 Tagen entschieden, während Anträge auf Kurzzeitpflege und Haushaltshilfe jeweils im Schnitt 6,9 Tage in Anspruch nahmen.
  • Feststellung der Pflegebedürftigkeit: Bei der erstmaligen Prüfung dauerte das Verfahren im Schnitt 23 Tage, wovon 17,2 Tage auf die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst entfielen.

Prävention, Vor-Ort-Netz und Qualitätsprüfung

Über die Leistungsbewilligung hinaus investierte die AOK PLUS 2025 rund 30 Millionen Euro in die individuelle Gesundheitsförderung, an der rund 263.500 Teilnahmen verzeichnet wurden.

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Nach einer Ablehnung gilt grundsätzlich eine Widerspruchsfrist von einem Monat — sie läuft schnell ab, und viele Betroffene verpassen sie. Unser Leitfaden enthält ein Muster für den Widerspruch und einen klaren Fristen-Überblick, damit Sie bei Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege und Haushaltshilfe nichts verstreichen lassen. Muster-Widerspruch und Fristen-Überblick sichern

Das Versorgungsnetz in den beiden Bundesländern umfasst 130 Filialen, die eine Erreichbarkeit innerhalb von maximal 20 Kilometern gewährleisten sollen; 126 dieser Standorte sind barrierefrei. In Befragungen aus dem Jahr 2025 gaben 95 Prozent der Befragten an, die AOK PLUS wieder zu wählen, während 90 Prozent erklärten, bei der Kasse bleiben zu wollen.

Zudem übernahm die Kasse Prüfungen zur Patientensicherheit: Bei 2.366 Untersuchungen möglicher Schadensersatzansprüche veranlasste sie 484 Begutachtungen, aus denen 116 bestätigte Behandlungs- oder Pflegefehler hervorgingen.

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