Anlagebetrug, BaFin

Anlagebetrug: BaFin warnt vor vier illegalen Festgeld-Plattformen

04.06.2026 - 21:26:10 | boerse-global.de

Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor mehreren Internetseiten, die ohne Erlaubnis Festgeldanlagen anbieten und Anleger täuschen.

BaFin warnt vor Festgeld-Betrug: Diese Plattformen sind gefährlich
Anlagebetrug - Eine Hand hält eine Lupe über einen Computerbildschirm, der eine betrügerische Finanzwebsite mit Anlagebetrug zeigt. 04.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat mehrere Warnungen vor Anlagebetrug im Festgeldbereich veröffentlicht. Im Visier der Behörde: Internetplattformen, die ohne Erlaubnis Finanzdienstleistungen anbieten und das gestiegene Zinsumfeld ausnutzen.

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Verdacht auf organisierten Betrug

Die BaFin identifizierte mehrere Plattformen mit Verdacht auf organisierten Anlagebetrug. Konkret warnt sie vor den Seiten festgeld-deutschlandweit.de, check-festgeld.de, festgeld-finder.de und kadera-capital.de. Diese Portale bieten Festgeldanlagen an – ohne die nötige Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz (KWG).

Im Zusammenhang mit den Aktivitäten stehen mehrere E-Mail-Adressen: info@check-festgeld.de, info@festgeld-finder.de, info@josef-huber.ch, info@kadera-capital.de und kontakt@bustefina-invest.ch. Die Betreiber besitzen keine Genehmigung für Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen.

Identitätsmissbrauch als Masche

Ein weiterer Fall betrifft wertoptimierung.de. Auch hier werden Festgeld- und Tagesgeldangebote ohne Erlaubnis unterbreitet. Besonders perfide: Die Hintermänner geben sich unberechtigt als Vertreter der June Fund 17 GmbH & Co. KG aus. Die E-Mail p.albrecht@wertoptimierung.de ist Teil der betrügerischen Kommunikation.

Experten warnen: Die Betrüger imitieren die Professionalität seriöser Anbieter, um Vertrauen zu gewinnen. In vielen Fällen bauen sie zusätzlich Zeitdruck auf, um Opfer zu schnellen Zahlungen zu drängen.

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Woran Anleger Betrug erkennen

Sparer sollten auf bestimmte Warnsignale achten:

  • Zinsen deutlich über dem Marktdurchschnitt
  • Fehlendes Impressum oder fehlende BaFin-Lizenz
  • Aufforderungen zur Überweisung auf Drittkonten oder ins Ausland

Was Betroffene tun sollten

Die BaFin rät: Keine weiteren Zahlungen leisten, sämtliche Kommunikationsnachweise und Überweisungsbelege sichern. Geschädigte sollten Strafanzeige bei Polizei oder Staatsanwaltschaft erstatten. Juristen zufolge können zudem Schadensersatzansprüche gegen die Verantwortlichen geprüft werden.

Parallel warnt die Aufsicht vor sofortkreditkfb.com (Sofort Kredit DE KFB). Auch hier fehlt die Erlaubnis nach KWG oder Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG). Stattdessen werden Vorkosten für Kreditzusagen ohne vorherige Bonitätsprüfung verlangt.

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