Android-Update Juni: Google schließt 124 Lücken, 18 davon kritisch
06.06.2026 - 03:44:38 | boerse-global.de
Angreifer konnten über Indirect Prompt Injections Schadcode auf Android-Geräte einschleusen.
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Manipulation durch harmlose Nachrichten
Die Lücke erlaubte es, bösartige Befehle in scheinbar harmlose Textnachrichten zu verstecken. Sobald Gemini auf SMS, WhatsApp oder Slack zugriff, manipulierten die versteckten Instruktionen die Systemlogik.
Angreifer hätten darüber weitreichende Kontrolle erlangen können: unbefugter Zugriff auf Kamera und Mikrofon, Steuerung von Smart-Home-Geräten oder Diebstahl sensibler Daten. Google hat die Schwachstelle bereits serverseitig geschlossen. Hinweise auf eine tatsächliche Ausnutzung liegen nicht vor.
124 Sicherheitslücken geschlossen
Die Gemini-Korrektur ist Teil eines umfangreichen Juni-Updates. Google hat insgesamt 124 Schwachstellen im Android-Framework und in Chipsätzen von Drittanbietern wie Qualcomm behoben. Davon stuften die Entwickler 18 als kritisch ein.
Besondere Brisanz: Die Zero-Day-Lücke CVE-2025-48595 wurde bereits aktiv ausgenutzt. Sie betrifft Geräte ab Android 14. Parallel dazu liefern Hersteller wie Samsung eigene Updates aus – unter anderem bereitet One UI 8.5 auf Basis von Android 16 Mittelklasse-Geräte vor.
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Gemini wächst – und verbraucht Speicher
Google treibt die KI-Integration weiter voran. Mit Gemini Omni gibt es einen neuen Mediengenerator, und Gemini for Home ist nun auch in Deutschland verfügbar. Die KI reagiert direkter auf Sicherheitskameras oder generiert Dokumente und Musik.
Doch die Ressourcenintensität sorgt für Kritik. Chrome-Nutzer stellten fest, dass der Browser automatisch das KI-Modell Gemini Nano im Hintergrund herunterlädt. Die Datei weights.bin belegt rund vier Gigabyte – und das ohne explizite Zustimmung der Anwender. Die lokalen Modelle sollen künftig Schreibhilfen und Zusammenfassungen direkt auf dem Gerät ermöglichen.
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