Android-Update Juni: 124 Sicherheitslücken gestopft, eine wird aktiv angegriffen
29.06.2026 - 04:07:43 | boerse-global.de
Eine kritische Lücke im Framework wird bereits aktiv für Angriffe genutzt.
Google hat die Patches in zwei Stufen aufgeteilt. Die erste Patch-Ebene vom Juni konzentriert sich auf System und Framework und schließt 18 als kritisch eingestufte Lücken. Die zweite Stufe vom 5. Juni kümmert sich um Kernel-Komponenten und herstellerspezifische Treiber.
Kritische Lücke ohne Nutzerinteraktion
Im Fokus der Sicherheitsforscher steht die Schwachstelle CVE-2025-48595. Sie steckt im Android Framework und gilt als kritisch, weil sie eine Rechteausweitung ermöglicht – ohne dass der Nutzer auch nur klicken muss.
Betroffen sind Android 14, 15 und 16 sowie die Beta von Android 16 QPR2. Genau diese Lücke wird bereits für gezielte Angriffe ausgenutzt, wie Branchenberichte zeigen.
Pixel zuerst, dann der Rest
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Der Rollout läuft nach bekanntem Muster: Google versorgt zuerst seine Pixel-Smartphones. Für die Samsung-Galaxy-S-Serie wird das Update innerhalb weniger Tage erwartet.
Mittelklasse-Modelle und Geräte anderer Hersteller müssen sich gedulden. Hier kann es mehrere Wochen dauern, bis die Patches bei den Endnutzern ankommen.
Neue Bedrohungen durch Banking-Malware
Parallel zu den Betriebssystem-Updates warnen Sicherheitsanalysten vor neuer Schadsoftware. Die Banking-Malware NFCShare kann Kreditkartendaten über die NFC-Schnittstelle auslesen.
Auch die Ransomware DroidLock macht Probleme. Sie übernimmt die Kontrolle über infizierte Geräte und sperrt Nutzer aus.
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Behörden setzen weniger auf stille SMS
Interessante Entwicklung bei den Ermittlungsmethoden: Die Bundespolizei verschickte 2021 noch 47.951 sogenannte stille SMS. In der zweiten Jahreshälfte 2025 waren es nur noch 6.605.
Auch der Einsatz von IMSI-Catchern zur Handy-Ortung geht zurück. Dafür steigen Betrugsfälle über herkömmliche SMS-Dienste.
Google Messages bekommt Themes
Neben den Sicherheitsfixes gibt es auch Neues für Google Messages. Nutzer können bald Chat-Themes mit verschiedenen Hintergrundbildern oder eigenen Fotos gestalten.
Die Anpassungen bleiben lokal auf dem Gerät sichtbar. Die Funktion wird schrittweise für alle Nutzer freigeschaltet.
