Android-Update: Google stopft 124 Sicherheitslücken im Juni
29.06.2026 - 16:21:18 | boerse-global.de
Die Angriffe zielen auf die Fernsteuerung von Smartphones und den Diebstahl von Finanzdaten ab.
Sicherheitsbehörden entdeckten eine manipulierte Polizei-App, die einen Trojaner enthält. Dieser erlaubt Angreifern die vollständige Fernsteuerung infizierter Geräte.
Brasilianische Sozialversicherung im Visier
Ähnliche Taktiken sind in Südamerika zu beobachten. Die brasilianische Behörde INSS warnte vor einer gefälschten App namens „INSS Reembolso“. Sie installiert den Banking-Trojaner BeatBanker.
Die Malware stiehlt Finanzdaten und übernimmt die Kontrolle über das Endgerät. Die Verbreitung läuft über manipulierte Websites, die offizielle App-Stores imitieren. Die Behörden raten, ausschließlich die offizielle App „Meu INSS“ zu nutzen.
Google schließt 124 Sicherheitslücken
Im Juni-Update stopfte Google insgesamt 124 Sicherheitslücken im Android-Betriebssystem. Besonders kritisch ist die Schwachstelle CVE-2025-48595 im Android Framework.
Sie wird bereits aktiv ausgenutzt und erlaubt eine Ausweitung von Nutzerberechtigungen. Betroffen sind Android 14 bis 16 sowie Vorabversionen. Samsung schloss zudem eine seit acht Jahren bestehende Lücke im KNOX-Kernel.
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KI-gestützte Analysewerkzeuge beschleunigten die Identifizierung der Sicherheitslücken. Allein im Rahmen einer Kooperation zeigten sie über 20.000 potenzielle Schwachstellen auf.
40 Apps verletzen Datenschutz
Neben Malware stehen mobile Anwendungen wegen systematischer Datenschutzverstöße unter Beobachtung. Insgesamt 40 Apps, darunter Zhonggong Education und Yi Sou Ti, sammelten illegal personenbezogene Daten.
Neue Phishing-Methode umgeht MFA
Das FBI warnt vor der spezialisierten Phishing-Methode Kali365. Sie zielt auf Microsoft-365-Nutzer ab und missbraucht das Device-Code-Login-Verfahren.
Damit umgehen Angreifer die Mehrfaktor-Authentisierung (MFA). Ihr Ziel: der Diebstahl von OAuth-Tokens für Zugriff auf Outlook, Teams und OneDrive. Erste Aktivitäten wurden im April beobachtet. Die Kommunikation läuft vorwiegend über Telegram.
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Steam als Malware-Schleuder
Ermittler untersuchen zudem die Nutzung der Plattform Steam zur Verbreitung von Trojanern. Hacker platzierten dort Spiele, die als Schadsoftware fungieren. Nach der Entdeckung entfernte Betreiber Valve die betroffenen Titel umgehend.
