Android-Update, Sicherheitslücken

Android-Update: 124 Sicherheitslücken geschlossen, eine aktiv genutzt

01.07.2026 - 11:38:06 | boerse-global.de

Google behebt 124 Sicherheitslücken in Android, darunter eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle. Neue Backup-Steuerung und KI-Wasserzeichen ergänzen die Updates.

Google schließt 124 Android-Lücken und bringt neue Funktionen
Android-Update - Eine Nahaufnahme einer leuchtenden Leiterplatte mit digitalen Datenströmen, die Software-Updates und Cybersicherheit symbolisieren. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Aktualisierungen betreffen die Google Play-Dienste, den Play Store und sicherheitsrelevante System-Apps. Neben Sicherheitskorrekturen bringen sie neue Funktionen für Backups und KI-Transparenz.

Kritische Lücke bereits aktiv ausgenutzt

Insgesamt 124 Sicherheitslücken hat Google im aktuellen Update-Paket adressiert. Besonders brisant: Die Schwachstelle CVE-2025-48595 im Android Framework. Sie gilt als hochriskant – und wurde bereits für gezielte Angriffe genutzt.

Die Patches verteilen sich auf mehrere Ebenen des Betriebssystems. Kritische Korrekturen betreffen das System-Framework, Kernel-Komponenten und Treiber von Drittanbietern.

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Forscher des CISPA Helmholtz-Zentrums deckten zudem Schwachstellen in Drahtlos-Übertragungsdiensten auf. Drei Lücken fanden sie in der Quick-Share-Funktion von Google und Samsung. Sie betrafen die Verarbeitung vor der Authentifizierung und eine unverschlüsselte Nachrichtenübermittlung.

Für den Windows-Client von Quick Share hat Google bereits einen Patch bereitgestellt. Dort ermöglichte eine „Use-after-free“-Lücke die Ausführung von Schadcode.

Neue Backup-Steuerung und KI-Wasserzeichen

Die Version v26.24 der Google Play-Dienste bringt eine lang erwartete Funktion: Nutzer können künftig für jede App einzeln entscheiden, ob deren Daten in der Cloud gesichert werden. Wer die Funktion deaktiviert, löscht damit sofort die bereits gespeicherten Backup-Daten der entsprechenden App.

Der Rollout erfolgt schrittweise. Erste Pixel-Geräte mit neueren Android-Versionen werden priorisiert.

Der Google Play Store erhält mit Version v52.1 technische Neuerungen zur Kennzeichnung von Inhalten. Für App-Assets, die mit Künstlicher Intelligenz erstellt wurden, führt Google digitale Wasserzeichen ein. Das soll die Transparenz erhöhen.

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Das Update bringt zudem Speicheroptimierungen – nicht nur für Smartphones, sondern auch für Android TV und Android Auto. Neue Programmierschnittstellen für Medieninhalte in Spielen sind ebenfalls an Bord.

Manuelle Suche oft nötig

Die Verteilung der Updates erfolgt in mehreren Wellen über die Google-Server. Aktuelle System-Updates für Komponenten wie Android System SafetyCore (v0.925574157), Android System WebView (v149.0.7827.91) und die Google Play-Dienste (v26.22.33) sind nicht immer sofort in der Update-Liste des Play Stores sichtbar.

In solchen Fällen hilft nur die manuelle Überprüfung über die Systemeinstellungen.

Auch Samsung hat begonnen, die aktualisierten Google Play-System-Updates an seine Kunden zu verteilen. Für Galaxy-Geräte steht ein entsprechendes Update mit rund 70 Megabyte bereit. Diese System-Updates laufen unabhängig von den monatlichen Firmware-Patches der Gerätehersteller – und sichern die Versorgung mit Kernfunktionen des Android-Ökosystems.

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