Android-Trojaner, ToxicPanda

Android-Trojaner ToxicPanda 2.0: 167 Befehle für Bankdaten-Diebstahl

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 22:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Android-Trojaner ToxicPanda 2.0 zielt auf Bank- und Kryptodaten, während Netzbetreiber eine kritische Mobilfunklücke behoben haben.

ToxicPanda 2.0 bedroht Android-Nutzer mit 167 Befehlen
Ein Smartphone mit schwarzem Bildschirm und ein Sicherheitstoken liegen auf einem minimalistischen Schreibtisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In den vergangenen Tagen hat die Suche von Anwendern nach Bonus-Codes und sicheren App-Zugängen deutlich zugenommen. In diesem Zusammenhang betonen Sicherheitsexperten die Notwendigkeit, Logins ausschließlich über offizielle App-Stores oder die direkten Webseiten der Anbieter vorzunehmen. Besondere Vorsicht sei bei der Installation von APK-Dateien aus Drittquellen sowie beim Erkennen von Phishing-Versuchen geboten.

Risiken durch spezialisierte Schadsoftware

Ein aktuelles Beispiel für die Gefahren durch inoffizielle Quellen ist der Android-Trojaner ToxicPanda 2.0. Dieser verbreitet sich vornehmlich über unsichere App-Stores und ist darauf spezialisiert, Bank- und Kryptodaten zu entwenden. Die Schadsoftware ist in der Lage, Google Play Protect zu deaktivieren und verfügt über ein Repertoire von 167 Befehlen.

Zudem kann der Trojaner Codes für die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) abfangen. Fachleute raten zum Schutz vor solchen Bedrohungen dazu, nur offizielle Quellen zu nutzen, keine verdächtigen Links anzuklicken und stets aktuelle Updates sowie einen separaten Virenscanner zu verwenden.

Sicherheitslage bei mobilen Glücksspiel-Anbietern

Zahlreiche Nutzer suchen derzeit nach Bonusangeboten im Bereich des Online-Glücksspiels. Bei Bet365 wird beispielsweise ein Bonuscode beworben, der bei einer Einzahlung von 10 US-Dollar Bonuswetten im Wert von 365 US-Dollar ermöglicht. Dieses Angebot ist in 16 US-Bundesstaaten gültig.

Der Anbieter Mr Bet lockt mit einem Willkommensbonus von 10 Euro ohne vorherige Einzahlung. Hier gelten Umsatzbedingungen vom 45-fachen bei der ersten Einzahlung und dem 40-fachen bei weiteren Transaktionen. Das Unternehmen verfügt über eine MGA-Lizenz, jedoch nicht über eine Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Identitätsprüfungen (KYC) werden dort innerhalb von 24 Stunden abgewickelt.

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Weitere Marktteilnehmer wie Lucky Days Casino bieten Willkommensboni von bis zu 1.700 Euro Bonusgeld an, wobei eine 30-fache Umsetzung erforderlich ist. Das Dunder Casino stellt ebenfalls Freispiele ohne Einzahlung bereit und gibt die Auszahlungsdauer je nach Methode mit 24 Stunden bis zu fünf Werktagen an.

App-Sicherheit und technische Schwachstellen

Auch etablierte Plattformen stehen unter Beobachtung. Für Betano wird die App-Version 6.2.1 mit 2,57k Downloads gelistet. Es wird darauf hingewiesen, dass für Zahlungen das System Pix genutzt werden kann und ein KYC-Prozess erforderlich ist.

Da jedoch keine offizielle Lizenz für den brasilianischen Markt vorliegt, mahnen Experten zur Vorsicht bei APK-Downloads. Ähnliche Hinweise gelten für die Plattform PokerStars, die im Ausland ebenfalls die Nutzung offizieller Kanäle und den Verzicht auf unbekannte APK-Quellen empfiehlt.

In den deutschen Mobilfunknetzen von Telekom, O2 und Vodafone wurde zudem eine Schwachstelle bekannt. Recherchen des Bayerischen Rundfunks zufolge übertrugen die Netze bei Anrufen Informationen wie die IMEI-Nummer, das Gerätemodell und die Betriebssystemversion.

Sicherheitsbehörden stuften diesen Vorgang als sicherheitsrelevant ein. Die Netzbetreiber haben nach Bekanntwerden Maßnahmen ergriffen. Die Branchenvereinigung GSMA hatte zuvor zahlreiche Unternehmen weltweit aufgefordert, ihre Netzwerkstrukturen zu überprüfen.

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Infrastruktur-Änderungen bei Apple und Microsoft

Im Bereich der App-Verwaltung hat Apple kürzlich Maßnahmen ergriffen, die das Wiederherstellen entfernter Anwendungen über Tools wie iMazing oder 3uTools blockieren. Durch die Deaktivierung alter Autorisierungstoken und den Widerruf von Zertifikaten wird bei entsprechenden Versuchen ein Fehler (HTTP 403) ausgegeben.

Währenddessen wurde für Microsoft OneNote unter Android eine neue APK-Version (16.0.20228.20214) veröffentlicht. Die rund 219,5 MB große Datei setzt mindestens Android 11 voraus. Auch bei weit verbreiteten Anwendungen wie WhatsApp wird auf den Datenschutz hingewiesen, da der Messenger Telefonnummern überträgt und Kontakte ausliest.

Abschließend wird vor der Webseite Guardianapp.click gewarnt. Sicherheitsanalysten bewerten die erst wenige Tage alte Domain mit einem niedrigen Vertrauensindex von 19 von 100 Punkten und führen sie als verdächtig.

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