Android-Sicherheit, Google

Android-Sicherheit: Google behebt 180 Schwachstellen im September

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 20:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Googles September-Paket beseitigt 180 Android-Schwachstellen, darunter 32 kritische Fehler. Viele ältere Geräte bleiben jedoch ohne Schutz.

Google schließt 180 Android-Lücken im September-Update
Dunkler, industrieller Serverraum mit leeren Serverschränken und komplexer Verkabelung in einer minimalistischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Google hat das Android-Sicherheitsbulletin für September 2026 veröffentlicht und adressiert damit eine außergewöhnlich hohe Anzahl an Sicherheitsrisiken. Die aktuelle Aktualisierung behebt insgesamt 180 Schwachstellen in verschiedenen Komponenten des Betriebssystems sowie in Hardware-Modulen von Drittanbietern.

Davon wurden 32 Sicherheitslücken als kritisch eingestuft. Berichten zufolge liegen derzeit keine Erkenntnisse über eine aktive Ausnutzung der Fehler durch Angreifer vor.

Massive Bedrohung durch Remotecode-Ausführung

Ein Schwerpunkt des September-Updates liegt auf der Behebung schwerwiegender Lücken in der System-Komponente. Laut den veröffentlichten Dokumentationen ermöglichen die gefährlichsten dieser Schwachstellen eine Remotecode-Ausführung (RCE), die ohne erhöhte Privilegien und ohne Interaktion des Nutzers ausgelöst werden kann.

Insgesamt werden acht kritische RCE-CVEs im System-Bereich aufgeführt, darunter CVE-2026-28604 in Bezug auf adbd, CVE-2026-28618 im Bereich der Codecs sowie CVE-2026-28639.

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Besondere Aufmerksamkeit widmeten Experten der Schwachstelle CVE-2026-28662, die das Wi-Fi-Modul betrifft. Hierbei handelt es sich um einen Fehler durch Speicherkorruption, der ebenfalls eine Codeausführung aus der Ferne ohne Zutun des Anwenders ermöglichen soll. Zudem wird eine kritische Lücke im Kernel adressiert: CVE-2026-52993 betrifft die sogenannte Transparent Inter-Process Communication (TIPC).

Gestaffelte Patch-Level und betroffene Komponenten

Wie üblich teilt Google das Update in zwei Patch-Level auf, um Geräteherstellern eine flexiblere Verteilung zu ermöglichen. Das Patch-Level 2026-09-01 umfasst 95 Sicherheitslücken in der Android Runtime, dem Framework sowie dem System und dem Setup-Assistenten.

Allein im System-Bereich wurden 56 Fehler behoben, von denen 23 als kritisch gelten. Im Framework wurden 37 Lücken geschlossen, wobei CVE-2026-28666 und CVE-2026-55273 eine kritische Rechteausweitung aus der Ferne verhindern sollen.

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Das umfassendere Patch-Level 2026-09-05 beinhaltet 85 zusätzliche Korrekturen. Diese betreffen vor allem Kernel-Komponenten sowie spezifische Treiber und Module von Zulieferern wie Arm, Qualcomm, MediaTek, Unisoc, Imagination Technologies und Tsingteng Micro.

Unter den Qualcomm-spezifischen Fehlern wird insbesondere CVE-2026-25289 als kritisch hervorgehoben. Das Update gilt für die Android-Versionen 14, 15, 16 und 17.

Herausforderungen bei der Verteilung und Hardware-Besonderheiten

Trotz der Dringlichkeit der Patches erhalten laut Marktbeobachtern über 40 % der aktiven Android-Geräte keine Sicherheitsaktualisierungen mehr, da sie mit Android 12 oder älteren Versionen betrieben werden. Für moderne Systeme rollt Google parallel das Google Play System Update für September 2026 aus, welches die App "Mainline services" auf die Version v2026-09-01S+ aktualisiert.

Für die hauseigene Hardware-Reihe Pixel 11 wurden im September zwei außerplanmäßige Updates registriert. Nachdem ein erster Rollout (Build A1) offenbar ungleichmäßig verlief oder zurückgezogen wurde, erhalten Nutzer der Modelle Pixel 11, 11 Pro, 11 Pro XL und 11 Pro Fold nun ein Follow-up-Update mit einer Größe von etwa 97 MB (Build CD1A.260905.001.B1).

Dieser Hotfix soll Probleme beheben, die seit dem Produktlaunch aufgetreten sind, enthält jedoch noch nicht das erwartete Feature-Update Android 17 QPR1.

Auch Samsung hat mit der Verteilung der September-Sicherheitsupdates begonnen. Für das Galaxy Z Fold 8 und das Z Fold 8 Ultra startete der Rollout in Korea mit einem Datenpaket von circa 1 GB. Samsung integriert dabei 58 Korrekturen von Google sowie 31 eigene Fixes von Samsung Mobile und eine Fehlerbehebung von Samsung Semiconductor.

Davon stuft der Hersteller insgesamt 20 als kritisch ein. Andere Smartphone-Hersteller werden die entsprechenden Patches voraussichtlich in den kommenden Wochen für ihre kompatiblen Modelle bereitstellen.

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