Android-Phishing: Angriffe um 1.200% gestiegen, Google schließt 124 Lücken
08.06.2026 - 19:40:53 | boerse-global.de
Die Polizei in Dien Bien schlägt Alarm: Kriminelle haben eine neue Masche entwickelt, um Unternehmen um ihr Geld zu bringen. Im Visier stehen spezielle „Ting-Ting“-Lautsprecher, die in Geschäften den Geldeingang akustisch bestätigen.
Die Täter geben sich als technischer Support aus. Sie behaupten, Probleme mit den Zahlungssystemen beheben zu müssen. Ihr Ziel: Zugriff auf sensible Bankdaten erlangen.
So funktioniert der Betrug
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Die Anrufer fordern ihre Opfer auf, bestimmte Banking-Apps zu installieren. Dann müssen die Unternehmen Einmalpasswörter (OTP) preisgeben. Einmal erlangt, übernehmen die Kriminellen die Kontrolle über die Konten.
Ein Fall aus Da Nang zeigt die Dimension. Dort erbeuteten Unbekannte auf diese Weise 27 Millionen VND. Die Polizei rät: Geben Sie niemals sensible Daten oder Bestätigungscodes am Telefon weiter. Bleiben Sie bei angeblichen Support-Anrufen misstrauisch.
Mobile Bedrohung wächst rasant
Die Warnung kommt nicht von ungefähr. Phishing-Angriffe auf Android-Systeme sind in zwei Jahren um 1.200 Prozent gestiegen. Allein im ersten Quartal 2026 verursachte mobile Cyberkriminalität Schäden von rund 442 Milliarden Euro.
Experten entdeckten zuletzt rund 250 gefälschte Apps auf Drittanbieter-Plattformen. Auch über Messenger wie WhatsApp oder WhatsApp verbreiten sich gefährliche Malware-Kampagnen. Durch manipulierte Spiele-Modifikationen wurden bereits über 116.000 Systeme kompromittiert.
Google schließt Sicherheitslücken
Google reagierte Anfang Juni mit einem großen Sicherheitsupdate. 124 Schwachstellen im Android-Betriebssystem wurden geschlossen. Darunter eine kritische Zero-Day-Lücke mit der Kennung CVE-2025-48595, die Geräte ab Android 14 betrifft.
Neuere Smartphones verfügen über KI-Funktionen zur Erkennung von Betrugsanrufen. Sie identifizieren verdächtige Muster in Echtzeit.
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Gerichte verschärfen Haftung
Wer auf Betrug hereinfällt, muss unter Umständen selbst zahlen. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom März macht das deutlich. Ein Kunde verlor 40.000 Euro – das Gericht entschied auf grobe Fahrlässigkeit.
In Deutschland gehen Behörden neue Wege. Der Bremer Verfassungsschutz kooperiert mit dem Werbevermarkter Ströer. Sicherheitswarnungen erscheinen jetzt auf digitalen Werbeflächen im öffentlichen Raum. Die erste Kampagne warnt gezielt vor Phishing-Angriffen, die ausländischen Nachrichtendiensten zugerechnet werden.
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