Android-Passwörter: Google beendet unsichere CSV-Exporte ab Juni
03.06.2026 - 21:37:32 | boerse-global.deDie Google Play-Dienste in Version 26.21 bringen eine Funktion, die den Transfer von Passwörtern und Passkeys zwischen dem Google-Passwort-Manager und Drittanbietern automatisiert.
Ende der unsicheren CSV-Exporte
Bisher mussten Nutzer ihre Zugangsdaten manuell in CSV- oder JSON-Dateien exportieren – ein erhebliches Sicherheitsrisiko, denn diese Dateien enthielten die Passwörter im Klartext. Das ändert sich jetzt.
Anzeige: Ab Juni beendet Google den unsicheren CSV-Passwort-Export. Wer seine Zugangsdaten weiterhin sicher zwischen Passwort-Managern übertragen will, braucht die neue CXP-Funktion. In dieser Anleitung erfahren Sie in drei Schritten, wie Sie den Umstieg meistern und gleichzeitig Ihre Anrufe vor Betrug schützen. Jetzt kostenlose Anleitung anfordern
Technische Grundlage ist das Credential Exchange Protokoll (CXP), das die Fido Alliance 2024 spezifizierte. Es ermöglicht eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte Übertragung der Anmeldedaten. Namhafte Partner wie Bitwarden, 1Password und Dashlane unterstützen das Protokoll bereits. Auch eine Kompatibilität mit dem Apple-Ökosystem ist vorgesehen.
Die schrittweise Verteilung auf Android-Geräten hat Anfang Juni begonnen.
Play Store bekommt frisches Design
Parallel dazu erhält der Google Play Store mit Version 51.7 funktionale Anpassungen. Preisdetails und Rabatte werden übersichtlicher dargestellt. Die Download-Dialoge wurden überarbeitet, der Prozess für Vorregistrierung und Installation vereinfacht. Auch für Android Auto und Android TV gibt es grafisch angepasste Kaufdialoge.
Schutz vor Betrugsanrufen
Die Neuerungen sind Teil eines umfassenden Juni-Feature-Drops – dem letzten großen Funktions-Update vor Android 17. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Schutz vor betrügerischen Anrufen. Die Google Telefon-App kann nun auf Geräten ab Android 12 die Herkunft von Anrufen über das RCS-Protokoll sowie die Gerätekennung prüfen. So lassen sich gefälschte Kontakte identifizieren.
Quick Share jetzt auch zu iPhones
Die Funktion „Quick Share" wurde erweitert und ermöglicht jetzt die Dateifreigabe zwischen Android-Geräten und iPhones via AirDrop. Diese Kompatibilität wird für aktuelle Modelle ausgerollt – darunter die Samsung-Serien S24 und S25 sowie faltbare Modelle von Oppo, OnePlus, Honor und Xiaomi.
Weitere Neuerungen im Überblick
Circle to Search: Die visuelle Suche erkennt nun komplette Outfits (verfügbar ab Android 14).
Persönliche Sicherheit: Neue Sicherheitsfunktionen für Kinder unter 13 Jahren erlauben die Hinterlegung von Notfallkontakten direkt auf dem Sperrbildschirm. In Deutschland wurde die Unfallerkennung für diese Altersgruppe freigeschaltet.
Google Fotos: In den USA, Indien und Brasilien wird eine digitale Garderobenfunktion eingeführt.
Anzeige: Betrügerische Anrufe mit gefälschten Kontakten nehmen zu. Die Google Telefon-App kann ab Android 12 die Herkunft über RCS prüfen – doch viele Nutzer kennen die Funktion nicht. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie die RCS-Prüfung aktivieren und gleichzeitig Ihre Passwörter mit dem neuen CXP-Standard sicher verwalten. Schutz vor Betrugsanrufen jetzt sichern
KI-Zusammenfassungen: Der Dienst Play Books erhält eine Funktion zur Zusammenfassung englischsprachiger Inhalte.
Milliardenschwere Investitionen
Im Hintergrund steht eine massive Investitionsoffensive des Mutterkonzerns Alphabet. Das Unternehmen führt im Juni eine Kapitalerhöhung über 80 Milliarden Euro durch. Unter anderem soll damit der Zugriff auf private Code-Repositories für Android-Entwickler im Rahmen eines Pilotprogramms finanziert werden. Die Investitionsausgaben für 2026 werden branchenintern auf 180 bis 190 Milliarden Euro geschätzt.
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