Android-Malware PixRevolution: Trojaner kappt Zahlungen live um
18.06.2026 - 03:42:44 | boerse-global.de
Der Trojaner PixRevolution zielt gezielt auf Brasiliens Zahlungssystem PIX ab.
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Live-Überwachung statt Automatik
Die Schadsoftware kombiniert menschliche Steuerung mit künstlicher Intelligenz. Die Angreifer übertragen den Bildschirm des Opfers per Livestream. Sobald der Nutzer eine PIX-Zahlung startet, greifen die Operatoren ein. Sie tauschen die Empfängerdaten aus – direkt vor der finalen Bestätigung.
PIX ist seit 2020 in Brasilien aktiv und wickelt monatlich Milliarden Transaktionen ab. Die Malware verbreitet sich über manipulierte Webseiten, die als offizielle Download-Portale getarnt sind.
Welle neuer Banking-Trojaner
PixRevolution ist nur die Spitze des Eisbergs. Parallel analysierten Experten den Trojaner Rokarolla. Er hat es auf 217 Banking- und Krypto-Apps abgesehen und nutzt 137 verschiedene Befehle.
Rokarolla deaktiviert Google Play Protect und blockiert Anrufe. Besonders perfide: Die Malware überschreibt die Zwischenablage und ersetzt Krypto-Adressen bei Transaktionen. Sie stiehlt PINs, SMS und protokolliert Tastatureingaben. Die Verteilung läuft über gefälschte Seiten, die TikTok oder Chrome imitieren.
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Massiver Datendiebstahl im Android-Ökosystem
Eine SMS-Stealer-Kampagne umfasst über 105.000 Malware-Beispiele. Die Angreifer fangen Einmalpasswörter von mehr als 600 globalen Marken ab – mit einem Ziel: unbefugter Zugriff auf Nutzerkonten.
Parallel infizierte die Spionagesoftware Arsink RAT rund 45.000 Geräte in über 140 Ländern. Sie nutzt vertrauenswürdige Cloud-Dienste wie Firebase, Google Drive und Telegram für die Steuerung. Gestohlen werden Standortdaten, Mikrofonaufnahmen, Fotos und Anruflisten.
Seit Frühjahr 2024 identifizierten Forscher zudem über 760 bösartige Apps mit NFC-Relay-Funktion. Sie greifen Zahlungsdaten ab und führen betrügerische Transaktionen in Echtzeit durch. Die Professionalisierung krimineller Akteure schreitet rasant voran.
