Android-Malware, Google

Android-Malware im Juni: Google schließt 124 Sicherheitslücken

28.06.2026 - 06:07:05 | boerse-global.de

Cyberkriminelle nutzen automatisierte Telefonansagen und gefälschte Steuer-E-Mails, um an persönliche Daten zu gelangen. Google schließt 124 Sicherheitslücken.

Neue Betrugswelle: Automatische Anrufe und Phishing-Mails im Umlauf
Android-Malware - Nahaufnahme eines alten Wähltelefons mit digitalen Binärcodes, die über den Hörer fließen, vor einem verschwommenen, dunklen Hintergrund. 28.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Täter setzen auf automatisierte Ansagen und manipulierte Rufnummern, um an sensible Daten zu gelangen.

Automatische Ansagen statt Schockanrufe

Die Masche ist neu und tückisch. Statt wie früher direkt mit den Opfern zu sprechen, nutzen die Betrüger nun computergesteuerte Anrufbeantworter. Die Anrufe kommen vermehrt von Nummern mit zypriotischer Vorwahl.

Die Angerufenen werden aufgefordert, bestimmte Tasten zu drücken. Angeblich, um Probleme zu lösen oder Informationen zu erhalten. In Wahrheit geht es darum, die Privatsphäre zu unterwandern. Wer den Anweisungen folgt, landet oft bei echten Betrügern am Telefon.

Experten raten: Bei solchen Anrufen keine Taste drücken. Stattdessen die Kommunikation über offizielle Kanäle der jeweiligen Institutionen verifizieren.

Phishing und Malware im Anmarsch

Die Telefonbetrugswelle ist nicht die einzige Gefahr. Seit Ende Juni beobachten Verbraucherschützer eine massive Phishing-Kampagne gegen Steuerzahler. Die E-Mails locken mit einer angeblichen Steuererstattung für 2026. Die Links führen zu täuschend echt nachgebauten Portalen, die dem offiziellen ELSTER-System nachempfunden sind.

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Auch Mobilgeräte sind im Visier. Spezialisierte Android-Malware wie NFCShare zielt seit Mitte Mai auf europäische Bankkunden ab. Die Software liest Daten von NFC-fähigen Bankkarten aus – inklusive der PIN. Parallel dazu verbreitet sich die Ransomware DroidLock, die Geräte über Administratorrechte sperrt und Lösegeld fordert.

Sicherheitsupdate als Schutzschild

Google hat im Juni 2026 reagiert und ein Sicherheitsupdate veröffentlicht. Es schließt insgesamt 124 Schwachstellen. Darunter die kritische Lücke CVE-2025-48595, die bereits aktiv ausgenutzt wurde.

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Doch Technik allein reicht nicht. Der Faktor Mensch bleibt die entscheidende Schwachstelle. IT-Sicherheitsexperten empfehlen neben zeitnahen Updates auch starke, individuelle Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Regelmäßige Backups der Daten sind Pflicht. Und bei unaufgeforderten Nachrichten oder Anrufen gilt: gesunde Skepsis bewahren.

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