Android Juni-Update: Google schließt 124 Sicherheitslücken
05.06.2026 - 21:43:27 | boerse-global.de
Es behebt 124 Schwachstellen – darunter eine kritische Zero-Day-Lücke, die bereits aktiv ausgenutzt wird.
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Angreifer nutzen Integer-Overflow für unbefugten Zugriff
Die als CVE-2025-48595 gelistete Sicherheitslücke betrifft Geräte ab Android 14. Sie ermöglicht Angreifern potenziell unbefugten Zugriff auf betroffene Systeme. Die US-Sicherheitsbehörde CISA hat den Fehler bereits in ihre Liste aufgenommen und fordert eine Behebung bis Anfang Juni.
Insgesamt stuft Google 18 der geschlossenen Lücken als kritisch ein. Sie verteilen sich auf das Android-Framework und Komponenten von Qualcomm-Chipsätzen. Besonders brisant: Die Schwachstelle CVE-2025-65018 erlaubt Remote Code Execution (RCE) – Angreifer können aus der Ferne Schadcode ausführen.
Samsung startet eigenen Patch-Rollout
Parallel zu Google hat Samsung mit der Verteilung herstellerspezifischer Sicherheitsupdates begonnen. Der Konzern schließt insgesamt 45 Lücken. 33 davon stammen aus dem allgemeinen Android-Patch von Google, 12 betreffen eigene Software-Komponenten.
Gleichzeitig startet Samsung den Rollout von One UI 8.5 auf Basis von Android 16 für erste Mittelklasse-Modelle in Europa. Die neue Oberfläche bringt erweiterte Diebstahlschutz-Funktionen und ein überarbeitetes Quick Panel mit.
Neue KI-Betrugserkennung für Android 12 und neuer
Google führt zudem neue Sicherheitsfunktionen ein. Eine Betrugserkennung basiert auf einem digitalen Handschlag via RCS-Protokoll. Sie soll Nutzer vor Spoofing und Betrugsversuchen schützen, die KI-generierte Stimmen nutzen.
Der Schritt kommt nicht zu früh: Laut einer Deloitte-Umfrage unter Führungskräften meldeten 97 Prozent der Großunternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern im vergangenen Jahr Cybervorfälle. Über 60 Prozent waren von sechs oder mehr Angriffen betroffen. Die größten Sorgen: Datenverlust, Phishing und Ransomware.
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NIS-2-Gesetz verschärft Anforderungen
Seit Ende 2025 gilt das NIS-2-Umsetzungsgesetz. Es verpflichtet Unternehmen ab 50 Mitarbeitern oder 10 Millionen Euro Umsatz in regulierten Sektoren zu strengen Sicherheitsstandards. Dazu gehören ein verpflichtendes Risikomanagement und die Registrierung beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
Trotz der wachsenden Bedrohungslage hapert es bei der privaten Absicherung. Eine YouGov-Umfrage im Auftrag des Verbandes eco zeigt: 74 Prozent der Befragten halten ihre Passwörter für sicher. Doch nur 25 Prozent nutzen eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, 32 Prozent setzen auf Passkeys. Experten warnen: Herkömmliche Passwörter bieten im Alltag oft nicht mehr den nötigen Schutz.
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