Android: Google schließt 124 Sicherheitslücken im Juni-Update
06.06.2026 - 06:45:38 | boerse-global.de
Die US-Kommunikationsbehörde FCC hat Millionen Smartphone-Nutzer vor Sicherheitslücken in der Bluetooth-Technologie gewarnt. Wer Bluetooth nicht braucht, sollte es ausschalten – das gilt auch für Nutzer in Deutschland.
Risiken in der Öffentlichkeit
Die FCC rät dazu, Bluetooth in öffentlichen Räumen zu deaktivieren. Der Grund: Hacker können über spezielle Angriffsmethoden wie Bluejacking und Bluebugging auf das Gerät zugreifen. Gelingt ihnen das, droht der Diebstahl sensibler Daten oder sogar der unbefugte Zugriff auf Bankkonten.
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Die Täter müssen sich dafür zwar in unmittelbarer Nähe des Opfers aufhalten. Doch die Behörde betont: Besonders anfällig sind Geräte mit veralteter Software. Wer sein System nicht regelmäßig aktualisiert, spielt den Angreifern in die Karten.
Neben Bluetooth warnt die FCC auch vor anderen Gefahren: Phishing und schwache Passwörter bleiben die größten Risiken für mobile Nutzer. Wer seinen persönlichen Hotspot nutzt, sollte ihn direkt nach Gebrauch wieder abschalten.
Google schließt 124 Sicherheitslücken
Pünktlich zur FCC-Warnung hat Google das Android-Sicherheitsupdate für Juni 2026 veröffentlicht. Es schließt insgesamt 124 Schwachstellen im Android-Ökosystem. Zwei Patch-Level – vom 1. und 5. Juni – geben den Herstellern einen Rahmen für die Auslieferung der Updates.
Besonders brisant: Eine kritische Schwachstelle mit der Kennung CVE-2025-48595 betrifft die Android-Versionen 14, 15 und 16. Dabei handelt es sich um ein Privilegien-Eskalationsproblem. Sicherheitsforscher gehen davon aus, dass diese Lücke bereits vor dem Patch aktiv ausgenutzt wurde.
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KI als Einfallstor für Angreifer
Neue Gefahren lauern auch in der künstlichen Intelligenz auf dem Smartphone. Die Sicherheitsfirma SafeBreach Labs hat am 4. Juni eine Schwachstelle in Google Gemini auf Android-Geräten aufgedeckt.
Die Forscher zeigten, dass Angreifer versteckte Anweisungen in alltäglichen Benachrichtigungen verstecken können – etwa in WhatsApp- oder SMS-Nachrichten. Verarbeitet der KI-Assistent diese Anweisungen, könnten Unbefugte Nachrichten fälschen, Gemini manipulieren oder sogar vernetzte Smart-Home-Geräte übernehmen. Google hat bereits ein Update veröffentlicht, das dieses Risiko eindämmen soll.
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