Android: Fake Call Detection schützt vor KI-generierten Betrugsanrufen
08.06.2026 - 05:34:01 | boerse-global.de
Android führt eine „Fake Call Detection“ ein, die Anrufe per RCS-Handshake verifiziert. Die Funktion steht auf Geräten mit Android 12 oder neuer zur Verfügung und startete zunächst auf Pixel-Smartphones. Angesichts immer raffinierterer Betrugsmaschen mit KI-generierten Stimmen und gefälschten Kontakten soll die Technologie Nutzer vor finanziellen Verlusten schützen.
So funktioniert der Schutz vor Identitätsdiebstahl
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Die neue Sicherheitslösung arbeitet über die App „Phone by Google“. Geht ein Anruf eines bekannten Kontakts ein, versuchen die Geräte eine stille digitale Bestätigung. Fehlt dieses Signal, warnt das System den Nutzer vor einer möglichen Fälschung. Der Bedarf ist enorm: Daten von Interpol aus dem März 2026 zeigen, dass die globalen Verluste durch Identitätsbetrug die Marke von 400 Milliarden Euro überschritten haben. Allein in den USA meldete die Federal Trade Commission für 2024 Verluste von umgerechnet rund 2,7 Milliarden Euro. In Großbritannien gaben Untersuchungen der Regulierungsbehörde Ofcom zufällig, dass fast jeder zweite Brite 2025 verdächtige Anrufe erhielt.
Samsung erweitert KI-Bearbeitung und Kamera-Features
Mit dem Update auf One UI 8.5, basierend auf Android 16, bringt Samsung einen überarbeiteten Foto-Assistenten. Nutzer können per natürlichsprachlicher Texteingabe Objekte in ihren Bildern hinzufügen, entfernen, verschieben oder umfärben. Die generative KI-Bearbeitung benötigt eine Internetverbindung für die cloudbasierte Verarbeitung. Ein Verlaufsprotokoll erlaubt es, einzelne Änderungen rückgängig zu machen.
Der „Camera Assistant“ von Samsung wird auf eine breitere Palette von Mittelklasse-Geräten und Tablets ausgeweitet. Künftig unterstützt die App, die professionelle Feineinstellungen für die Kamera bietet, die Serien Galaxy A34 bis A57 sowie die M34- bis M36-Reihe. Bei den Tablets sind die Tab-S9-, S10- und S11-Serien kompatibel. Die Software erlaubt unter anderem, den automatischen Objektivwechsel zu deaktivieren, den Fokus über die Verschlusszeit zu priorisieren und Hardware-Einstellungen wie den optischen Bildstabilisator (OIS) zu verwalten.
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Laut durchgesickerten Informationen arbeiten Samsung und Google zudem an einer „Tap to Share“-Geste für das kommende One UI 9 auf Android 17. Diese Funktion soll per NFC Dateien zwischen Geräten übertragen, indem man sie physisch zusammenbringt.
Google bündelt KI-Strategie und Pixel-Exklusiv-Features
Google stellt seine KI-Strategie um: Die eigenständige Pixel Studio App wird eingestellt, ihre Funktionen wandern in die Gemini-Plattform. Dabei kommt das Gemini-Modell „Nano Banana“ zum Einsatz. Vorhandene Inhalte bleiben vorerst in den Nutzerbibliotheken zugänglich. Das Gemini-basierte Tool begrenzt die kostenlose Nutzung jedoch auf etwa 20 Bilder pro Tag.
Aktuelle Updates der Google-App haben außerdem „Dynamic Color“-Themen für das Gemini-Overlay eingeführt. Die Oberfläche passt sich nun dem Hintergrundbild des Nutzers an. Die Integration von „Screen content“ wurde zur besseren Erreichbarkeit in die Hauptkarussell-Leiste verschoben.
Für Pixel-Nutzer bietet Google weiterhin exklusive Software-Werkzeuge wie „Magic Cue“ für kontextbezogene Gboard-Vorschläge und „Now Playing“ zur Offline-Musikerkennung. Das Pixel 10 Pro mit dem Tensor G5-Chip enthält Features wie „Adaptive Vibration“ und „Comfort View“. Letzteres wurde im März per Software-Update eingeführt und soll die Augenbelastung reduzieren.
Versteckte Helfer für den Alltag
Neben den großen Updates gibt es nützliche Funktionen abseits des Mainstreams. Auf dem iPhone lässt sich ein „Ultra Dark Mode“ aktivieren, indem man den Weißpunkt in den Einstellungen reduziert. Das Gerät kann zudem als Rauschgenerator für Umgebungsgeräusche wie Regen oder Meeresrauschen dienen. Die Option „Vehicle Motion Cues“ hilft Nutzern, die unter Reiseübelkeit leiden, wenn sie während der Fahrt lesen.
Auf Android-Geräten ermöglichen „Quick Tap“- oder „Back Tap“-Gesten, durch Doppeltippen auf die Rückseite bestimmte Apps zu öffnen oder Aktionen auszulösen. Samsungs „Intelligent Wi-Fi“ wechselt automatisch auf mobile Daten, wenn das WLAN-Signal instabil wird. Der „Data Saver“ begrenzt Hintergrundaktivitäten, um Akku und Datenvolumen zu schonen. Um die Leistung zu erhalten, empfehlen Technikexperten, regelmäßig den Cache von stark genutzten Apps wie sozialen Medien und Streaming-Diensten zu leeren – diese sammeln oft über ein Gigabyte temporäre Daten an.
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