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Android Credential Transfer: Google vereinfacht Passwort-Wechsel

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 23:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google ermöglicht verschlüsselte Übertragungen zwischen Passwortmanagern. Die Funktion läuft ab Android 8, ist aber noch nicht überall verfügbar.

Google erleichtert Passwortwechsel mit Android Credential Transfer
Ein minimalistischer, hell erleuchteter Flur mit geometrischen Schattenwürfen auf glatten Betonwänden. Illustration mit AI erstellt.

Google hat eine neue Funktion namens Android Credential Transfer angekündigt, die den Wechsel zwischen verschiedenen Passwort-Management-Systemen grundlegend vereinfachen soll. Damit lassen sich Passwörter und kryptografische Passkeys künftig direkt von einer Anwendung in eine andere übertragen. Das neue Verfahren ersetzt bisherige Methoden, die oft auf den Export und Import unverschlüsselter CSV-Dateien angewiesen waren und damit Sicherheitsrisiken bargen.

Technische Basis und Systemanforderungen

Die technische Grundlage für dieses Verfahren bildet das sogenannte FIDO Credential Exchange Format (CXF). Dieser Standard, der bereits am 14. August 2025 als vorgeschlagener Standard verabschiedet wurde, deckt über 16 verschiedene Arten von Zugangsdaten ab.

Die neue Funktion wird über die Credential Transfer API realisiert, die Bestandteil der Google Play Services ist. Damit ist die Technologie auf Geräten ab Android-Version 8 (API 26) nutzbar, ohne dass ein vollständiges Betriebssystem-Update für die Hardware erforderlich ist.

Der Transferprozess ist laut Google in drei Schritten abgeschlossen. Zunächst wählen Nutzer die Import-Funktion im neuen Passwortmanager aus. Android erkennt daraufhin automatisch bereits installierte Manager, woraufhin der Nutzer die Übertragung autorisieren muss. Der gesamte Vorgang dauere lediglich einige Sekunden.

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Die Übertragung erfolgt dabei über einen verschlüsselten Kanal direkt zwischen den Anwendungen. Weder das Betriebssystem Android noch unbefugte Apps erhalten dabei Zugriff auf die Rohdaten der Anmeldeinformationen. Voraussetzung für den lokalen Transfer ist, dass beide betroffenen Apps auf dem Gerät installiert und synchronisiert sind.

Partnerschaften und herstellerspezifische Voraussetzungen

Zum Start der Funktion kooperiert Google mit den Anbietern 1Password, Bitwarden und Dashlane. Auch der hauseigene Google Password Manager unterstützt das System bereits. Weitere Dienstleister sollen künftig folgen. Die Anforderungen an die Betriebssystem-Version können dabei je nach Anbieter variieren.

Während Dashlane für die Nutzung mindestens Android 10 sowie aktuelle Play Services voraussetzt, verlangt Bitwarden für die Funktion Android 14 oder höher und eine neuere Version der Play Services. Ältere App-Versionen, welche die neuen Schnittstellen noch nicht unterstützen, bleiben weiterhin auf herkömmliche CSV-Exporte angewiesen.

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Mit dieser Entwicklung reagiert Google auf die wachsende Bedeutung von Passkeys. Bitwarden beobachtete im Sommer 2026 ein deutliches Wachstum in diesem Bereich: Die Erstellung von Passkeys lag mehr als fünfmal höher als noch Anfang 2024. Fast die Hälfte dieser Erstellungen entfiel dabei auf die letzten drei Monate vor der Bekanntgabe.

Google folgt mit der Implementierung des FIDO-Standards einem Markttrend, den Apple bereits im September 2025 mit der Einführung von iOS 26 aufgegriffen hat.

Verfügbarkeit und Anwendung

Die Verfügbarkeit von Android Credential Transfer variiert derzeit noch nach Gerätehersteller und Region. Ein konkreter Zeitplan für eine vollständige globale Bereitstellung wurde bisher nicht kommuniziert.

Das Unternehmen betont jedoch, dass der Transfer nur dann möglich ist, wenn beide beteiligten Anbieter die neuen Programmierschnittstellen (APIs) unterstützen. Für Anwender, die Unterstützung bei der Durchführung des Wechsels benötigen, hat Google bereits eine entsprechende Anleitung in seinem Hilfecenter bereitgestellt.

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