Android-Backup: Google zählt SMS und Anrufe ab Juli ins Speicherkontingent
Veröffentlicht am: 12.07.2026 um 12:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Seit dem 7. Juli 2026 ist Schluss mit der alten Regelung: Textnachrichten, Anruflisten und Geräteeinstellungen belegen nun Platz im kostenlosen 15-Gigabyte-Kontingent eines Google-Kontos. Bisher waren diese Daten von der Speicherbegrenzung ausgenommen. Die durchschnittliche Backup-Größe liegt bei rund 40 Megabyte – für die meisten Nutzer zunächst verkraftbar. Doch wer mehrere Geräte sichert oder umfangreiche Chatverläufe hat, könnte schneller an die Grenzen stoßen als gedacht.
Neue Kontrollmöglichkeiten mit Play Services v26.25
Google hat parallel zur Umstellung eine aktualisierte Version seiner Play Services ausgerollt. Die Version 26.25 bringt detaillierte Schalter für einzelne Backup-Kategorien mit sich. Unter den Systemeinstellungen im Menü „Google Backup" finden Nutzer jetzt separate Toggles für SMS, MMS und RCS-Nachrichten sowie für Anrufhistorie und Geräteeinstellungen.
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Besitzer von Pixel-Geräten erhalten sogar noch feinere Einstellungen: Pro-App-Backup-Kontrollen zeigen an, wie viel Speicher jede einzelne Anwendung belegt. Per Knopfdruck lässt sich die Sicherung bestimmter Apps deaktivieren. Wer eine Backup-Kategorie komplett abschaltet, dessen vorhandene Cloud-Daten dazu werden automatisch gelöscht – das schafft sofort Platz.
Dokumente-Backup: Nützlich, aber mit Tücken
Die neue Version führt zudem eine Dokumenten-Sicherungsfunktion ein. Sie erkennt lokale Dateien mit den Endungen .DOC, .PPT, .XLS und .PDF und lädt sie in einen gerätespezifischen Ordner in Google Drive hoch. Wichtig zu wissen: Das ist keine Live-Synchronisation wie bei Office-Programmen. Die Sicherung läuft einmal täglich oder auf manuellen Befehl – und auch diese Dokumente fressen am Speicherkontingent.
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Was bedeutet das für die Nutzer?
Die Umstellung auf ein Bezahlspeicher-Modell für Backups bringt immerhin mehr Transparenz. Nutzer sehen jetzt exakt, wie viel Platz ihre Gerätedaten und App-Informationen belegen. Wer sein Konto ohne hinterlegte Telefonnummer erstellt, bekommt sogar nur noch 5 Gigabyte frei – ein Test, den Google derzeit durchführt.
Für die meisten dürfte die 40-Megabyte-Mehrbelastung pro Gerät verschmerzbar sein. Doch wer mehrere Android-Geräte besitzt oder umfangreiche Nachrichtenverläufe sichert, sollte sein Speicherkonto im Auge behalten. Die neuen manuellen Schalter bieten immerhin die Möglichkeit, Prioritäten zu setzen und Speicherfresser gezielt auszuschalten.
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