Android-Backup: Google rechnet SMS und Einstellungen jetzt an
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 09:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bisher privilegierte Backup-Daten werden jetzt voll auf das persönliche Cloud-Kontingent angerechnet. Was bedeutet das für Sie?
SMS und Geräteeinstellungen verlieren Sonderstatus
Bislang waren bestimmte Backup-Bestandteile vom Speicherlimit ausgenommen. SMS-Texte, Anruflisten und Systemeinstellungen belegten zwar Platz in der Cloud, wurden aber nicht abgezogen. Damit ist jetzt Schluss.
Die neue Regelung erfasst alle Gerätesicherungen vollständig. App-Daten, Anrufverlauf und Konfigurationen zählen nun zum genutzten Speicherplatz. Laut Google beträgt die zusätzliche Datenmenge pro Nutzer im Schnitt etwa 40 Megabyte. Bei umfangreichen Nachrichtenarchiven oder vielen installierten Apps kann das Limit aber schneller erreicht sein.
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Übergangsfristen und neue Kontrollmöglichkeiten
Für Neukunden gilt die Regelung bereits seit Anfang Juli. Bestehende Nutzer erhalten eine Schonfrist von rund 45 Tagen – die Änderung wird also im September wirksam. Google hat dazu in den letzten Tagen E-Mails verschickt.
Gleichzeitig führt der Konzern neue Steuerungsoptionen in den Android-Einstellungen ein. Nutzer können künftig gezielt entscheiden, welche Kategorien in die Cloud-Sicherung fließen: SMS, Anruflisten oder bestimmte App-Daten. Die Funktionen sind auf Pixel-Geräten in der Sicherungsverwaltung der Systemeinstellungen zu finden.
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Strategiewechsel bei Cloud-Kapazitäten
Die Maßnahme ist Teil einer Reihe von Einschränkungen beim kostenlosen Speicher. Bereits in den vergangenen Monaten senkte Google das Standardkontingent für neue Konten von 15 auf 5 Gigabyte – sofern keine Telefonnummer hinterlegt wurde. Branchenbeobachter sehen darin den Versuch, mehr Nutzer in kostenpflichtige Google-One-Abonnements zu locken.
Auch Drittanbieter-Apps sind betroffen: WhatsApp-Backups werden schon seit Anfang 2024 auf das Speicherlimit angerechnet. Droht eine Überschreitung, pausiert Google die automatische Datensicherung. Nutzer müssen dann Speicher freigeben oder zusätzlichen Raum kaufen. Eine endgültige Löschung von Inhalten erfolgt erst nach zwei Jahren dauerhafter Limit-Überschreitung – und nach mehrfacher Vorwarnung.
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