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Android Auto: Wischgesten für Musik-Apps im Coolwalk-Dashboard

29.05.2026 - 21:00:47 | boerse-global.de

Google testet swipebare Medienkarten in Android Auto, um den App-Wechsel während der Fahrt zu vereinfachen und Ablenkungen zu reduzieren.

Android Auto: Wischgesten für Musik-Apps im Coolwalk-Dashboard - Foto: über boerse-global.de
Android Auto: Wischgesten für Musik-Apps im Coolwalk-Dashboard - Foto: über boerse-global.de

Google führt swipebare Medienkarten ein, um die Bedienung während der Fahrt zu vereinfachen.

Die neueste Beta-Version von Android Auto bringt eine lang erwartete Funktion mit sich: Nutzer können künftig zwischen verschiedenen Audio-Apps per Wischgeste wechseln. Die Aktualisierung erschien Ende Mai 2026 in der Beta 17.0.162144-release.daily und zielt darauf ab, Ablenkungen am Steuer zu reduzieren.

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Weniger Taps, mehr Sicherheit

Im Mittelpunkt der Neuerung stehen swipebare Medienkarten für das „Coolwalk"-Dashboard. Bislang zeigte das System stets nur die zuletzt genutzte Musik-App an. Wer zwischen Diensten wie Spotify, YouTube Music, Pocket Casts oder Audible wechseln wollte, musste umständlich die App-Übersicht öffnen.

Mit dem Update bleiben mehrere aktive Audiositzungen als einzelne Karten erhalten. Ein einfacher Wisch genügt, um zwischen den Plattformen zu wechseln – ohne das Haupt-Dashboard verlassen zu müssen. Das spart nicht nur Zeit, sondern verringert auch die Anzahl der notwendigen Berührungen auf dem Display.

Erste Hinweise auf diese Funktion fanden sich bereits im Oktober 2025 bei Software-Analysen. Während die Funktion aktuell für Beta-Tester freigeschaltet ist, steht ein Termin für die stabile Veröffentlichung noch aus.

Großes Update-Jahr 2026

Die swipebaren Karten sind nur ein Teil eines umfassenden Updates für das Android-Auto-Ökosystem. Anfang der Woche kündigte Google eine grundlegende Überarbeitung der Plattform an. Dazu gehören:

  • Material 3 Design: Die Oberfläche wird an die neueste Gestaltungssprache von Google angepasst
  • KI-Integration: Der Gemini-Assistent soll künftig bei verschiedenen Aufgaben helfen
  • Neue Apps: YouTube (nur im Parkmodus) und Zoom-Integration sind geplant
  • Audio-Upgrade: Unterstützung für Dolby Atmos und verbesserte Google-Maps-Funktionen

Die Kompatibilität erstreckt sich auf über 250 Millionen Fahrzeuge weltweit. Hersteller wie BMW, Ford, Hyundai, Kia, Mercedes, Renault, Skoda und Volvo sind mit an Bord.

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Branche sucht nach neuen Wegen

Während Google sein System weiterentwickelt, verfolgen andere Hersteller eigene Ansätze. LG Electronics kündigte kürzlich neue Lösungen für Automotive Grade Linux (AAOS) an – ebenfalls in Partnerschaft mit Google. Ein einzelner Qualcomm-Snapdragon-Chip steuert dabei mehrere Displays gleichzeitig und ermöglicht personalisierte Profile sowie verbesserte Sprachsteuerung.

Gleichzeitig stellen einige Hersteller den langfristigen Nutzen von Systemen wie Android Auto infrage. Wassym Bensaid, Software-Chef bei Rivian, argumentiert, dass künstliche Intelligenz die Bildschirmspiegelung irgendwann überflüssig machen könnte. Tief integrierte KI und Sprachsteuerung könnten dieselben Funktionen bieten – ohne das native System des Fahrzeugs zu umgehen.

Die Nachfrage bleibt indes hoch. Erst Ende Mai startete der Kinder-Medienanbieter Minno ein neues Audio-Angebot mit über 100 Stunden Inhalt für Android Auto und Apple CarPlay. Ein klares Signal, dass Entwickler weiterhin auf den Automobil-Markt setzen.

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