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Android 6.0: Google stellt Play Services ab sofort ein

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 23:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Millionen Geräte mit Android 6.0 erhalten keine Play-Dienste-Updates mehr, was Sicherheitslücken und App-Probleme verursacht.

Android 6.0 Marshmallow: Google stellt Support nach elf Jahren ein
Ein älteres Android-Smartphone auf einem dunklen Schreibtisch, das das Ende des Software-Supports für ältere Geräte symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Nach fast elf Jahren stellt Google die Unterstützung für sein Betriebssystem Android 6.0 Marshmallow ein – mit weitreichenden Folgen für Millionen Nutzer.

Seit dem 24. Juli 2026 erhalten Geräte mit Android 6.0 keine Updates mehr für die Google Play Dienste. Der Suchmaschinenriese erhöht damit die Mindestanforderung auf Android 7.0 Nougat. Ein Schritt, der nach fast elf Jahren Support das Ende einer Ära markiert.

Sicherheitsrisiken und eingeschränkte Funktionen

Der Wegfall der Play-Dienste-Updates trifft die betroffenen Geräte hart. Zentrale Hintergrundfunktionen wie Benutzerauthentifizierung, Push-Benachrichtigungen, Standortdienste und Sicherheitsprotokolle werden nicht mehr aktualisiert. Zwar bleiben grundlegende Funktionen wie Telefonieren und SMS-Schreiben erhalten – doch die Zuverlässigkeit von Apps wird nach und nach nachlassen.

Besonders brisant: Ohne die regelmäßigen Sicherheitspatches über das Play-System werden die Geräte zunehmend verwundbar. Branchenbeobachter warnen, dass betroffene Smartphones irgendwann keine neuen Apps mehr aus dem Google Play Store herunterladen oder aktualisieren können.

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Höhere Hürden für Apps

Die Einstellung des Marshmallow-Supports ist Teil eines größeren Trends. Schon jetzt setzen mehrere Google-eigene Anwendungen deutlich höhere Versionen voraus. Die YouTube-App benötigt seit Juli 2026 mindestens Android 10, die Google-App sogar Android 11. Gmail hat seine Anforderungen ebenfalls auf Android 7.0 angehoben.

Auch andere Anbieter ziehen nach. WhatsApp kündigte an, ab dem 8. September 2026 die Unterstützung für Android 5.0 und 5.1 einzustellen. Für den Messengerdienst wird dann Android 6.0 zur neuen Mindestanforderung – eine Ironie der Technikgeschichte: Marshmallow-Nutzer können WhatsApp länger nutzen als die Google-Dienste selbst.

Juli-Update und das Ende der Pixel-6-Reihe

Parallel zum Support-Ende veröffentlichte Google am 20. Juli 2026 das monatliche Play-System-Update. Es bringt die Play Services Version 26.28 und den Play Store Version 52.4 auf unterstützte Geräte. Zu den Neuerungen gehören die Anzeige der IMEI-Nummer auf dem Sperrbildschirm, natürlichsprachliche Suche im Play Store und KI-generierte Bildbeschriftungen – speziell für Nutzer in der Europäischen Union.

Doch auch neuere Geräte sind betroffen. Google bestätigte, dass das Pixel 6 und Pixel 6 Pro aus dem Oktober 2021 das Ende ihres Support-Lebenszyklus erreichen. Das letzte große Update ist für September 2026 geplant, gefolgt von einem finalen Sicherheitspatch im Oktober.

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Alternative Wege für Enthusiasten

Während Google die Zertifizierungsanforderungen verschärft, bleiben alternative Plattformen wie LineageOS von den Änderungen weitgehend unberührt. Da LineageOS weder Google Mobile Services noch die offizielle Google-Zertifizierung nutzt, gelten dort weder das neue Android-Developer-Verification-System noch bestimmte Sideloading-Einschränkungen. Das Projekt hat bereits angedeutet, bestimmte Prüffunktionen zu deaktivieren, falls diese in das Play-Services-Framework integriert werden – ein klares Bekenntnis zur Offenheit der Plattform.

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