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Android 17: Passkeys lassen sich jetzt zwischen Apps wechseln

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 02:08 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Google integriert standardisierten Passkey-Export in Android. Der Wechsel zwischen Passwort-Managern wird durch das CXP-Protokoll deutlich vereinfacht.

Android 17: Passkeys nun zwischen Diensten übertragbar
Symbol für sicheres Passkey-Management und Datenportabilität: digitales Vorhängeschloss mit Android-Roboter-Silhouette. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Android Password Manager erhält Import- und Exportfunktionen für Passkeys – ein Meilenstein für die passwortlose Authentifizierung.

Bislang war der Wechsel zwischen Passwort-Managern eine echte Hürde: Wer seine Passkeys von Google zu Bitwarden oder 1Password umziehen wollte, hatte schlechte Karten. Das ändert sich nun grundlegend. Google setzt dabei auf das Credential Exchange Protocol (CXP) der FIDO Alliance, das einen standardisierten Austausch von Anmeldedaten zwischen verschiedenen Diensten ermöglicht.

Android 17 bringt den großen Umzug

Die Neuerung ist Teil eines umfassenderen Updates des Android-Ökosystems. Mit Android 17 kommt ein überarbeitetes Switch-Tool, das die drahtlose Datenmigration von iOS zu Android deutlich vereinfacht. Neben Passkeys sollen künftig auch iMessages, SMS, RCS, WLAN-Zugangsdaten und eSIM-Profile übertragen werden können.

Das ist kein Zufall: Apple hatte mit iOS 26 bereits native Import- und Exportfunktionen für Passkeys eingeführt. Beide Plattformen reagieren damit auf das größte Hindernis für die Verbreitung der Technologie: die mangelnde Portabilität beim Wechsel von Geräten oder Dienstanbietern.

Schon im Juni 2026 hatten Updates der Google Play Services (Versionen 26.22 und 26.21) die Basis dafür gelegt – mit erster Unterstützung für den Austausch von Passwörtern und Passkeys zwischen dem Google Password Manager und externen Anbietern.

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15 Milliarden Konten setzen auf Passkeys

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut FIDO Alliance unterstützen weltweit mehr als 15 Milliarden Konten Passkeys. Google allein verzeichnet über eine Milliarde Authentifizierungen auf 400 Millionen Konten. Auch Microsoft schaltet neue Konten standardmäßig auf passwortlos – ein klares Signal für den Abschied von traditionellen Zeichenketten-Passwörtern.

Doch ganz abgeschafft sind Passwörter noch nicht. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die Portabilitätslücke zwar durch Protokolle wie CXP geschlossen wird, eine andere Schwachstelle aber bleibt: die Wiederherstellung. Der FIDO2-Standard bietet bislang keinen universellen, integrierten Recovery-Flow. Wer sein primäres Gerät verliert, kann schnell vor Problemen stehen.

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Drittanbieter ziehen nach

Auch unabhängige Sicherheitsanbieter rüsten auf. ExpressKeys, der Passkey-Dienst von ExpressVPN, hat kürzlich ein 16-tägiges Sicherheitsaudit durch Cure53 abgeschlossen. Das Ergebnis: keine hohen oder kritischen Schwachstellen. Der Dienst unterstützt nun den FIDO Credential Exchange Standard für den Import von Anmeldedaten und bietet sichere Freigabeoptionen über zeitlich begrenzte Links – von einer Stunde bis zu 30 Tagen.

In Singapur setzt das staatliche Singpass-System ebenfalls auf FIDO-konforme Passkeys. Gestartet ist die Funktion zunächst für iPhone-Nutzer, Android-Unterstützung soll folgen. Die Beispiele zeigen: Die Infrastruktur für Public-Key-Kryptografie und biometrische Logins wächst – und wird endlich auch benutzerfreundlicher.

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