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Android 17: Google verschlüsselt Website-Domains vor ISPs

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 08:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google integriert ECH in Android 17 und verbirgt damit Servernamen vor Providern. Weitere Schutzfunktionen ergänzen das Sicherheitskonzept.

Android 17 schützt Website-Domains standardmäßig mit ECH
Android 17: Google verschlüsselt Website-Domains vor ISPs Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das mobile Betriebssystem Android 17 geht einen bedeutenden Schritt in Richtung verbesserter Nutzerprivatsphäre. Wie Google am 27. August 2026 bekannt gab, wird die kommende Version der Plattform als erstes großes mobiles Betriebssystem standardmäßig das Protokoll Encrypted Client Hello (ECH) integrieren.

Ziel dieser Neuerung ist es, die von Nutzern aufgerufenen Website-Domains vor den Augen von Netzbetreibern und Internet-Service-Provideren (ISPs) effektiv zu verbergen.

Mehr Privatsphäre durch verschlüsselte Verbindungsdaten

Bislang konnten Internetanbieter beim Aufbau einer verschlüsselten TLS-Verbindung (Transport Layer Security) den Namen des kontaktierten Servers im sogenannten Handshake mitlesen. Android 17 setzt hier an und verschlüsselt künftig den Servernamen respektive Hostnamen direkt bei der Verbindungsinitiierung.

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Für Mobilfunk- und Internetanbieter bleibt dadurch lediglich der genutzte Content-Delivery-Network-Anbieter (CDN) sichtbar. Sollte eine Gegenstelle das ECH-Verfahren nicht unterstützen, sorgt das System dafür, dass stattdessen Dummy-Daten übertragen werden, um den echten Datenverkehr zu verschleiern.

Zusätzlich ist die Funktion ECH GREASE standardmäßig aktiv. Diese sorgt für eine gezielte Verschleierung von Verbindungsmetadaten, um die Privatsphäre weiter abzusichern. Vor der Einführung wurde die Technologie umfassend erprobt. Google testete das Verfahren mit den Top 10.000 Domains sowie mit 740 Provideren in insgesamt 202 Ländern.

Kooperation und technische Voraussetzungen

Der vollständige Schutz der Privatsphäre erfordert allerdings ein Zusammenspiel der gesamten Web-Infrastruktur. Damit die Verschlüsselung lückenlos greift, müssen auch die aufgerufenen Websites und Apps die Technologie unterstützen. Google betonte in diesem Zusammenhang, eng mit verschiedenen Branchenpartnern zusammenzuarbeiten, um die Verbreitung von ECH voranzutreiben.

Auf technologischer Ebene ist die Kompatibilität bereits weitgehend vorbereitet. ECH arbeitet nahtlos mit den Browsern Chrome ab Version 117 sowie Firefox ab Version 119 zusammen. Entwickler von Drittanbieter-Apps erhalten zudem Unterstützung für die Implementierung über die Netzwerkbibliothek OkHttp in der Version 5.5.0.

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Ein umfassendes Sicherheitskonzept für das Betriebssystem

Die Einführung von ECH ist Teil einer umfassenderen Strategie. Bereits am 26. August 2026 wurde deutlich, dass Android 17 verstärkt auf ein standardmäßig sicheres Konzept setzt, bei dem Sicherheitsfunktionen ohne aktives Zutun der Nutzer greifen.

Zu den weiteren Neuerungen im Bereich der Netzwerksicherheit gehört die standardmäßige Aktivierung von Certificate Transparency sowie ein lokaler Netzwerkschutz (Local Network Protection). Darüber hinaus bietet das System Mobilfunkbetreibern die Option, veraltete 2G-Verbindungen gezielt abzuschalten.

Diese Maßnahme soll Angriffe über sogenannte SMS-Blaster verhindern, die für Zero-Click-Sicherheitslücken ausgenutzt werden können. Ergänzt wird das Sicherheitsnetzwerk durch einen neuen Contact Picker, einen erweiterten Schutzmodus (Advanced Protection Mode) sowie restriktivere Regeln für Hintergrund-Aktivitäten von Apps, um Phishing-Versuche einzudämmen.

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