Android 17: Google bringt Desktop-Multitasking auf Smartphones
17.06.2026 - 11:23:10 | boerse-global.de
Google hat am Dienstag die stabile Version von Android 17 veröffentlicht – pünktlich zum Juni-Update-Paket für Pixel-Geräte. Das Update bringt vor allem eines: eine neue Ära des Multitaskings auf Smartphones und Foldables.
Bubbles und KI-Tools: Was Android 17 kann
Das Herzstück des Updates ist die neue „Bubbles"-Funktion. Sie erlaubt es, Apps in schwebenden Fenstern zu nutzen – ähnlich wie auf dem Desktop. Für Besitzer von Falt-Handys gibt es zudem eine spezielle Bubble-Leiste, die den Platz auf dem großen Bildschirm optimal ausnutzt.
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Rund 1,5 Gigabyte schwer ist das Update für Pixel-Nutzer. Die Installation lohnt sich: Google hat gleich mehrere KI-gesteuerte Kreativ-Tools integriert. Mit „Gemini Omni" lassen sich Videos bearbeiten und generieren – allerdings nur mit einem kostenpflichtigen Pro-Abo für umgerechnet rund 18 Euro monatlich. Das Tool „Lyria 3" wiederum ermöglicht die Musikproduktion direkt auf dem Gerät. Und mit „Screen Reactions" können Nutzer ihre eigenen Selfie-Reaktionen über Bildschirminhalte legen.
Sicherheitstechnisch bringt Android 17 eine „Als verloren markieren"-Funktion sowie verbesserten Diebstahlschutz. Während Pixel-Besitzer das Update sofort erhalten, müssen Samsung Galaxy-Nutzer voraussichtlich bis Juli warten.
Neue Hardware: Boox und Lenovo legen nach
Auch bei der Hardware tut sich einiges. Der E-Reader-Spezialist Boox hat seinen Go 6 überarbeitet. Das 6-Zoll-Gerät bietet ein 300 ppi E-Ink-Display, 3 Gigabyte RAM und 32 Gigabyte internen Speicher – erweiterbar per microSD-Karte. Neu ist die Unterstützung des InkSense Plus-Stifts (separat für rund 40 Euro erhältlich), der Notizen auf dem Android-basierten System ermöglicht. Der Preis: um die 180 Euro. Der Verkauf startete am Dienstag.
Beobachter sehen den Zeitpunkt des Boox-Updates als strategisch klug. Der E-Reader-Markt wandelt sich: Immer mehr Nutzer suchen Alternativen zu Amazons Kindle, da dieser USB-Transfers einschränkt und kaum Kontrolle über gekaufte Inhalte bietet. Plattformen wie Boox, Kobo und reMarkable punkten dagegen mit erweiterbarem Speicher und physischen Tasten.
Lenovo wiederum hat sein Tablet-Portfolio erweitert. Das Tab Plus Gen 2 richtet sich klar an Unterhaltungsliebhaber: 12,1 Zoll großes 2,5K-LC-Display mit 120 Hertz Bildwiederholrate und 800 Nits Helligkeit. Dazu ein Neun-Lautsprecher-System von JBL mit Dolby Atmos und ein 360-Grad-Ständer. Angetrieben wird das Gerät von einem MediaTek Dimensity 7400 mit bis zu 12 Gigabyte RAM – Preis: ab rund 370 Euro.
Wearables: Google und Apple im Wettstreit
Beide Tech-Giganten haben ihre Smartwatch-Plattformen aufgerüstet. Googles Wear OS 7 verspricht für die Pixel Watch eine um bis zu zehn Prozent verbesserte Akkulaufzeit. Neue „Live-Updates" liefern Echtzeit-Informationen, und die Integration mit Smart-Home-Geräten und Smart Glasses wurde verbessert. Weitere KI-gesteuerte Automatisierungen sollen noch dieses Jahr folgen.
Apple kontert mit watchOS 27, das seit Mittwoch verfügbar ist. Das Update bringt ein neues „Liquid Glass"-Design und über 30 neue Funktionen. Darunter einen „Workout Buddy", der unabhängig vom iPhone funktioniert, sowie erweiterte Gesundheitsfunktionen für die Prämenopause und Menopause. Kompatibel ist die Software mit der Series 9, der Ultra 2 und der SE 3.
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KI hält Einzug in die digitale Lesewelt
Google treibt die KI-Integration weiter voran. Seit Dienstag bietet Google Play Books „Book Insights" an – ein Werkzeug, das Texte zusammenfasst und komplexe Passagen in ausgewählten englischen E-Books erklärt. Um die neuen Funktionen zu bewerben, gibt es zwischen dem 19. und 21. Juni die 15-fache Menge an Play Points auf Buchkäufe.
Auch Drittanbieter-Apps ziehen nach: Die App „Listen 2 Reader" erhielt Ende Mai ein Update auf Version 1.10.1. Sie bietet neuronale Text-zu-Sprache-Funktionen direkt auf dem Gerät, unterstützt über 100 Stimmen in 13 Sprachen und liefert KI-gestützte Bildbeschreibungen in Dokumenten – und das alles ohne Cloud-Zugriff, was die Privatsphäre der Nutzer schützt.
