Android, Gemini-Fehler

Android 16: Gemini-Fehler umgeht PIN-Sperre auf Millionen Geräten

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 11:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Schwachstelle in Android 16 erlaubt unbefugten Zugriff auf Nachrichten und Daten. Google verteilt nun ein Sicherheitsupdate.

Android 16 & Gemini: Kritische Sicherheitslücke umgeht PIN-Sperre
Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirms mit einem digitalen Sperrmuster und Störungen, das eine Sicherheitslücke darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein schwerwiegender Fehler im Zusammenspiel von Android 16 und dem KI-Assistenten Gemini gefährdet die Sicherheit des Sperrbildschirms. Unbefugte können ohne PIN-Eingabe Nachrichten verschicken und private Daten einsehen.

Gemini umgeht PIN-Sperre

Die Schwachstelle steckt in der Verarbeitung von Multi-Touch-Gesten. Eine fehlerhafte Interaktion mit Gemini erlaubt es, SMS und WhatsApp-Nachrichten zu versenden – ohne dass das Smartphone entsperrt ist. Betroffen sind Geräte verschiedener Hersteller.

Sicherheitsforscher von Bitdefender konnten den Fehler an einem Pixel-Modell reproduzieren. Über die Lücke lassen sich Chatverläufe einsehen, Daten extrahieren und Sicherheitseinstellungen ändern. Google war der Fehler bereits seit Mai bekannt.

Update-Rollout hat begonnen

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Seit dem 19. Juli 2026 verteilt Google ein Sicherheitsupdate. Im Laufe der Woche soll es für die Mehrheit der Nutzer verfügbar sein. Bis dahin raten Experten zu einer manuellen Absicherung: In den Systemeinstellungen sollte der Zugriff von Gemini auf den Sperrbildschirm deaktiviert werden.

Regulatorischer Balanceakt

Die Lücke kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Der Digital Markets Act (DMA) zwingt Google, bis Juli 2027 konkurrierenden KI-Diensten umfassenden Zugriff auf Android-Schnittstellen zu gewähren. Rund 427 Millionen Smartphones in der EU sind davon betroffen.

Google und Apple warnen bereits: Eine erzwungene Öffnung für Drittanbieter könnte neue Sicherheitsrisiken schaffen. Immerhin ist ChatGPT bereits auf rund 30 Prozent der EU-Smartphones installiert. Marktbeobachter betonen die wachsende Bedeutung einer sicheren Integration von KI-Assistenten.

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Angespannte Sicherheitslage

Parallel zur Gemini-Lücke wurden in den vergangenen Tagen kritische Schwachstellen in ServiceNow, WordPress und NGINX gemeldet. Nutzer sollten alle verfügbaren Updates zeitnah installieren.

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