AmnesiaStealer: Neue macOS-Malware stiehlt Browser-Daten und Krypto
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 09:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In den letzten Tagen haben Sicherheitsexperten eine neue Bedrohung für macOS-Nutzer identifiziert, die durch eine besonders raffinierte Verteilungsmethode auffällt. Die Schadsoftware namens AmnesiaStealer zielt aktiv auf Apple-Systeme ab und nutzt zur Verbreitung unter anderem gefälschte GitHub-Seiten.
Um potenzielle Opfer zu täuschen, werden diese Seiten mit einem gefälschten „Verified Publisher“-Tag versehen, was die Glaubwürdigkeit der angebotenen Downloads künstlich erhöht.
Manipulation durch vorgetäuschte Seriosität auf GitHub
Die Hintermänner von AmnesiaStealer setzen verstärkt auf soziale Manipulation. Ein zentraler Bestandteil der aktuellen Kampagne, die bereits am 26. August 2026 dokumentiert wurde, sind sogenannte ClickFix-Angriffe. Diese basieren darauf, Nutzer durch technische Vorwände dazu zu verleiten, schädliche Skripte oder Programme manuell auszuführen.
Die Nutzung von GitHub als Plattform dient dabei als Vertrauensanker. Durch die Kennzeichnung als verifizierter Herausgeber wird die übliche Vorsicht von IT-Fachkräften und Privatanwendern umgangen. Sobald die Malware auf einem macOS-System aktiv ist, beginnt sie mit der systematischen Infiltration der installierten Browser-Infrastruktur.
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Umfassender Zugriff auf Chromium-basierte Browser
Der Fokus von AmnesiaStealer liegt primär auf Chromium-basierten Browsern, wozu prominente Anwendungen wie Google Chrome und Microsoft Edge gehören. Berichten zufolge ist die Schadsoftware in der Lage, Daten aus insgesamt 16 verschiedenen Browsern zu sammeln. Dabei beschränkt sich der Diebstahl nicht nur auf einfache Textinformationen.
Die Malware kann das gesamte Chromium-Profil eines Nutzers kopieren. Dies ermöglicht es den Angreifern, auf authentifizierte Sitzungen zuzugreifen, ohne die entsprechenden Zugangsdaten erneut eingeben zu müssen. Besonders kritisch ist die Fähigkeit der Software, den Browser remote zu steuern. Damit können die Angreifer Websites im Namen des Nutzers navigieren, was herkömmliche Sicherheitsmechanismen oft wirkungslos macht.
Fernsteuerung und Diebstahl kryptografischer Daten
Zusätzlich zur Übernahme von Sitzungen verfügt AmnesiaStealer über weitreichende Funktionen zum Datenexport. Die Malware kann Cookies exportieren und importieren sowie auf Online-Portale zugreifen, in denen der Nutzer eingeloggt ist. Zu den entwendeten Informationen gehören neben dem Browserverlauf und den Lesezeichen auch gespeicherte Logins und installierte Erweiterungen.
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Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf finanziellen Vermögenswerten. Die Schadsoftware ist darauf programmiert, gezielt Daten aus Kryptowährungs-Wallets zu extrahieren. Unter macOS greift AmnesiaStealer zudem auf Passwörter und sensible Keychain-Daten zu, was den Zugriff auf systemweite Sicherheitszertifikate und private Schlüssel ermöglichen kann.
Sicherheitsexperten raten angesichts dieser Entwicklung zu gesteigerter Wachsamkeit gegenüber Social-Engineering-Taktiken. Insbesondere bei Aufforderungen zur Fehlerbehebung oder Software-Aktualisierung über externe Plattformen wie GitHub sei Vorsicht geboten, auch wenn diese auf den ersten Blick seriös erscheinen.
